Die Zwiebel ist die Allzweckwaffe gegen Erkältung 30.11.2016

Ohne Taschentücher kommt im Moment kaum jemand aus: Die Erkältungszeit ist in vollem Gange. Das Gute ist, dass sich Halsweh, Hustenreiz und Schnupfen meist auch ohne Medikamente lindern lassen. Die Natur bietet viele wirksame Helfer gegen die unangenehmen Erkältungsbeschwerden.

So hat sich die Zwiebel im Kampf gegen Erkältungssymptome bereits vielfach bewährt. Sie wirkt desinfizierend, entzündungshemmend und schleimlösend, denn sie ist reich an wertvollen ätherischen Ölen, schwefelhaltigen Verbindungen, Essigsäure und senfölähnlichen Glykosiden. Als Sirup zubereitet, wirkt der Zwiebelsaft gegen Halsschmerzen, Husten und Heiserkeit.

Zwiebelsirup hilft gegen Halsschmerzen
Für den Sirup eine Zwiebel in kleine Würfel schneiden, in ein Schraubglas füllen, mit drei bis vier Esslöffeln Honig bedecken und ziehen lassen. Hat sich der Saft am Boden des Glases abgesetzt, mehrmals täglich einen Teelöffel voll einnehmen und eine Weile im Mund behalten.

Ätherische Öle der Zwiebel wirken gegen Ohrenschmerzen
Gegen Ohrenschmerzen kann die Zwiebel ebenfalls helfen. Auch hierfür schneidet man das Gemüse in kleine Würfel und schlägt es anschließend in ein Küchen- oder Stofftuch ein. Das kleine Päckchen ein wenig drücken, damit die ätherischen Öle besser austreten können und zweimal am Tag für etwa eine halbe Stunde auf das Ohr legen. Achtung: Es darf kein Zwiebelsaft in den Gehörgang laufen, sonst kann es zu Reizungen kommen.

Honig lindert Hustenreiz
Honig ist nicht nur bei der Zubereitung von Zwiebelsirup eine wichtige Komponente. Auch in Tee gerührt, ist der goldene Nektar ein guter Helfer. Er legt sich wie ein Schutzfilm über die gereizten Schleimhäute im Hals, lindert fiesen Hustenreiz und wirkt leicht desinfizierend. Wichtig: Der Tee sollte nicht heißer als 40 Grad Celsius sein, sonst gehen die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs verloren. Alternativ kann man auch mehrmals am Tag einen Teelöffel Honig langsam im Mund zergehen lassen.

Gegen Erkältungsbeschwerden: Diese Heilkräuter haben es in sich
Weniger hitzeempfindlich als Honig sind Salbei und Thymian. Die enthaltenen Öle sind auch erhitzt noch wirkungsvoll und enthalten entzündungshemmende und schleimlösende sekundäre Pflanzenstoffe, die besonders im Tee ihre erkältungslindernde Wirkung entfalten. Einige frische oder getrocknete Blätter mit heißem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen. Wer mit Halskratzen zu kämpfen hat, kann auch ein frisches Salbeiblatt lutschen.

Pfefferminzöl hilft gegen Kopfschmerzen
Ebenfalls beliebt bei Halsschmerzen ist Pfefferminze. Aber Vorsicht: Während die einen die intensiven ätherischen Öle als angenehm empfinden, verstärken sie bei anderen die Halsschmerzen und den Hustenreiz. Besser ist Pfefferminze daher als Öl angewendet. In die Schläfen einmassiert, kühlt es und kann Kopfschmerzen lindern. Im Nackenbereich eingesetzt, können Verspannungen gelöst werden. Aber Vorsicht: Das Öl darf auf keinen Fall in die Augen gelangen. Nach der Anwendung gründlich die Hände waschen.

Salbei und Thymian inhalieren, befreit die Nase
Salbei und Thymian kann man nicht nur trinken, sondern auch inhalieren. Die Kräuter beruhigen die Nasenschleimhäute und helfen gegen die unangenehme Schwellung. Das Sekret löst sich und kann besser abfließen. Hierfür einen Liter Tee zubereiten, in eine Schüssel geben und die warmen, nicht heißen Dämpfe einatmen. Ein Handtuch über dem Kopf verhindert, dass die Wärme zu schnell verloren geht. Auch Kamillentee wirkt beruhigend auf die Schleimhäute und eignet sich gut zum Inhalieren.

Scharfer Ingwer kann Schmerzen lindern
Ein wenig Schärfe heizt Erkältungsviren und Bakterien ebenfalls ein. Ingwer, Chili und Meerrettich beispielsweise sind, genau wie die Zwiebel, reich an ätherischen Ölen und wirken entzündungshemmend und desinfizierend. Zudem fördert die Schärfe das heilsame Schwitzen und regt die Durchblutung der Schleimhäute an.

Ingwer ist nicht nur im Essen, sondern auch als Tee sehr schmackhaft. Einfach ein paar dünne Scheiben in eine Tasse geben und mit heißem Wasser übergießen. Am besten mehrmals täglich mit ein wenig Honig trinken. Ingwer hilft sogar gegen Schmerzen und Entzündungen, denn er wirkt ähnlich wie Acetylsalicylsäure, wie Studien gezeigt haben.

Salz gegen geschwollene Nasenschleimhäute
Bei Erkältungen schwören viele zudem auf abschwellende Nasentropfen. Kurzfristig sind sie eine wertvolle Unterstützung, doch länger als sieben Tage sollten man sie nicht anwenden. Sonst droht der Gewöhnungseffekt und die Nase verlernt, sich selbst zu regenerieren. Sie schwillt zu, sobald der Wirkstoff ausbleibt. Es kann sich eine regelrechte Sucht entwickeln.

Eine wirkungsvolle Alternative ist Salz. Regelmäßig in Form einer Nasendusche angewendet, werden die Erreger aus der Nase gespült, Sekrete gelöst und die Schleimhäute befeuchtet. Zudem wirkt das Salz abschwellend und leicht desinfizierend. Auch um Erkältungen vorzubeugen, ist die Nasendusche mit Salzwasser ideal: Am besten vor dem Schlafengehen anwenden.

So funktioniert die Nasendusche
Für die Anwendung in der Nasendusche einen halben gestrichenen Teelöffel Salz in einem halben Liter lauwarmem Wasser auflösen und anschließend durch die Nase spülen. Dabei hält man den Kopf leicht schräg und den Mund etwas geöffnet, damit die Mischung nicht in den Rachen läuft. Wichtig: Das verwendete Salz darf keine Zusatzstoffe wie Jod, Fluorid oder ähnliches enthalten. Am besten ist reines Meersalz. Nasenduschen sind in Drogerien und Apotheken zu bekommen.

Sollten die genannten natürlichen Helfer keine Besserung der Beschwerden bringen oder verschlechtern sich die Symptome sogar, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Quelle: Ann-Kathrin Landzettel, feelgreen.de
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