2011 - mehr als 3,1 Millionen Euro für den Erzgebirgskreis
Lößnitz: Lößnitz | Bei den Einnahmen von Buß- und Verwarngeldern im Erzgebirgskreis wurde im vergangenen Jahr erstmals der Wert von 3 Millionen Euro überschritten. So lagen die Einnahmen sogar schon zum Stichtag dem 15. Dezember 2011 bei 3.102.475 Euro.
2010 betrugen die Einnahmen von Verwarn- und Bußgeldern 2,70 Millionen Euro.
Grund für die Mehreinnahmen ist die Anschaffung hochwertiger mobiler Messtechnik mit wesentlich besserer Auswertequalität.
Laut Unfallstatistik des Freistaates Sachsen sind unangepasste Geschwindigkeit auf den Kreisstraßen nach wie vor die Hauptunfallursache. Aus diesem Grund will man mit den Geschwindigkeitskontrollen einen wesentlichen Beitrag zur Senkung des Unfallgeschehens beitragen. So wurde die Landkreisverwaltung durch Anlieger und Kommunen mehrfach aufgefordert, die Kontrollen durchzuführen.
Desweiteren dürfen Sachsens Städte mit mehr als 10.000 Einwohnern laut einer Verordnung des Innenministeriums eigene oder stationäre Tempokontrollen an Staatsstraßen nutzen. In Südwestsachsen haben 40 Kommunen oder Verwaltungsgemeinschaften die Lizenz zum Blitzen.
Weil die Anschaffung der Geräte teuer ist, nutzen viele Bürgermeister diese Möglichkeit nicht.
So wird die Verantwortlichkeit oft an den Kreis zurückgegeben. Zwischen dem Kreis und sieben kommunalen Regionen gibt es laut Landratsamt Zweckvereinbarungen für die Aufgabenübertragung zur Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten.
2012 soll die Einnahme von 2011 ebenfalls erwirtschaftet bzw. leicht überboten werden. Geschwindigkeitskontrollen sind hier die Hauptposten.

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