Sozialgericht Gotha ruft erstmals Bundesverfassungsgericht an 28.05.2015

Sanktionen vom Jobcenter bedeuten einen Verstoß gegen die Berufsfreiheit Foto: Jana Behm
Das Sozialgericht Gotha hält Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger für verfassungswidrig und ruft deshalb das Bundesverfassungsgericht an. Nach seinen Angaben wird diese Frage damit Karlsruhe erstmals von einem Sozialgericht vorgelegt.
Das Gericht in Gotha sieht die Menschenwürde verletzt, wenn Leistungen gekürzt werden, weil Hartz-IV-Bezieher zum Beispiel Termine nicht einhalten oder Job-Angebote ablehnen. Der Staat müsse ein menschenwürdiges Existenzminimum jederzeit garantieren. Außerdem bedeuteten Sanktionen einen Verstoß gegen die Berufsfreiheit.

Das Bundesverfassungsgericht hat nach eigenen Angaben aktuell einige Verfahren vorliegen, in denen es um Leistungskürzungen geht. Über die Verfassungsmäßigkeit derartiger Sanktionen haben die Karlsruher Richter noch nicht entschieden. In seinem Grundsatzurteil von 2010 zur Höhe der Hartz-IV-Sätze hatte das Gericht dem Gesetzgeber einen «Gestaltungsspielraum» zugestanden.
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Allen liebenswerten und äußerst hochgeschätzten Mitarbeiten in den Jobcentern bzw. Überwachungscentern Deutschlands hat Hans Söllner sein Lied "Endlich eine Arbeit Hans "gewidmet:
https://www.youtube.com/watch?v=V_7-lqpUQ9A
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7 Kommentare
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Kornelia Lück aus Zeitz | 28.05.2015 | 09:38  
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Jana Behm aus Lößnitz | 28.05.2015 | 10:20  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 28.05.2015 | 17:49  
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Kornelia Lück aus Zeitz | 29.05.2015 | 08:17  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 29.05.2015 | 16:35  
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Klaus Anton aus Burgwedel | 01.07.2015 | 12:00  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 02.07.2015 | 17:10  
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