Immer mehr geringfügig Beschäftigte zahlen eigene Beiträge zur Rentenversicherung 12.03.2015

Immer mehr geringfügig Beschäftigte zahlen eigene Beiträge zur Rentenversicherung
Die Zahl der Minijobber in Deutschland ist auch zwei Jahre nach Erhöhung der Verdienstgrenze von monatlich 400 auf 450 Euro konstant geblieben. Sie lag im vierten Quartal 2014 bei rund 6,9 Millionen im gewerblichen Bereich und damit um 0,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Vergleich mit dem Vorquartal ergibt lediglich einen Zuwachs von 0,1 Prozent. Dies geht aus dem jetzt veröffentlichten Quartalsbericht der Minijob-Zentrale der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See (KBS) hervor.

Einen kontinuierlichen Anstieg verzeichnet die Minijob-Zentrale bei den geringfügig Beschäftigten, die eigene Beiträge zur Rentenversicherung zahlen. Am 31. Dezember 2014 waren 16,8 Prozent der gewerblichen Minijobber im gewerblichen Bereich rentenversicherungspflichtig beschäftigt. Dies entspricht einem Zuwachs von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Seit dem 1. Januar 2013 sind Minijobber automatisch rentenversicherungspflichtig, es sei denn sie widersprechen dieser Regelung. Ziel des Gesetzgebers war es, auch Minijobbern Zugang zu allen Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung zu geben sowie die Möglichkeit, zu „riestern“. Von den geringfügig Beschäftigten, die ihren Minijob seit dem 1. Januar 2013 ausüben, waren zum 31. Dezember 2014 sogar 19,9 Prozent rentenversicherungspflichtig beschäftigt.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der angemeldeten Minijobber in Privathaushalten um 7,4 Prozent gestiegen. Sie liegt jetzt bei rund 285.000. Der Zuwachs gegenüber September 2014 beträgt 3,1 Prozent. Der Anstieg der Minijobber in Privathaushalten ist erwünscht, da nur angemeldete Haushaltshilfen legal beschäftigt sind. Die Zahl der Minijobber in Privathaushalten, die eigene Beiträge zur Rentenversicherung zahlen, ist im Vergleich zum Vorquartal um 5,5 Prozent gestiegen. Sie liegt jetzt bei 14,3 Prozent.

Am 31. Dezember 2014 lag die Gesamtzahl der Minijobber in Deutschland bei 7,14 Millionen und damit 2,8 Prozent über dem Ausgangswert von Dezember 2004. Der Anstieg ist dabei fast ausschließlich dem gewünschten Zuwachs bei den Minijobbern in Privathaushalten geschuldet. Im gleichen Zeitraum erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 26,38 Millionen im Dezember 2004 auf aktuell 30,47 Millionen Beschäftigte, was einem Anstieg von 15,5 Prozent entspricht. Die oft aufgestellte Behauptung, wonach es einen starken Anstieg der Minijobs in den vergangenen Jahren gegeben habe, ist damit widerlegt.

Die Mehrzahl der Minijobber sind Frauen, im gewerblichen Zahl liegt ihre Zahl bei 60,8 Prozent, in Privathaushalten bei 91,1 Prozent. Die meisten Minijobber gehören mit 1,45 Millionen Personen der Altersgruppe der über 60-jährigen an. Verglichen mit Dezember 2013 stieg die Beschäftigtenzahl in dieser Altersgruppe um 4,6 Prozent. Die meisten gewerblichen Minijobber arbeiten im Handel, bei der Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen, im Dienstleistungsbereich sowie im Gastgewerbe.

Im vierten Quartal 2014 zog die Minijob-Zentrale insgesamt 1,9 Milliarden Euro an Pauschalbeiträgen und Steuern ein, ein Plus von 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert.

Der vollständige Quartalsbericht steht unter www.minijob-zentrale.de/quartalsbericht zum Download bereit.

Quelle:http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/00_starts...;jsessionid=5492659C0FFD815D1F3E121E4B95C0DC
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Klaus Dieter Hotzenplotz aus Marburg | 14.03.2015 | 01:13  
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Jana Behm aus Lößnitz | 20.03.2015 | 22:37  
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Gitte Garbrecht aus Berlin | 21.06.2015 | 22:01  
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Gitte Garbrecht aus Berlin | 21.06.2015 | 22:06  
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