Größter Streik aller Zeiten: Drei Tage ohne Lufthansa 1.4.2014

Wegen der Piloten-Streiks fallen von Mittwoch bis einschließlich Freitag neun von zehn Lufthansa-Flügen aus. Nur 500 Flüge werden ihren Gästen ein exklusives Erlebnis bieten.

Fliegen war schon einmal eine exklusive Sache: Mit einer Feier am Vorabend des Erstflugs eröffnete die Deutsche Lufthansa ihren Flugbetrieb auf dem Gelände des Flughafens in Hamburg mit dem Hissen der Flaggen. Das Unternehmen begann den planmäßigen Linienflugverkehr am 1. April 1955 morgens um 7.40 Uhr mit dem Flug der zweimotorigen Convair 340 D-ACEF auf der Strecke von Hamburg nach München. Zur selben Zeit startete eine zweite Convair 340 in München zum Flug nach Hamburg.
Fliegen war schon einmal eine exklusive Sache: Mit einer Feier am Vorabend des Erstflugs eröffnete die Deutsche Lufthansa ihren Flugbetrieb auf dem Gelände des Flughafens in Hamburg mit dem Hissen der Flaggen. Das Unternehmen begann den planmäßigen Linienflugverkehr am 1. April 1955 morgens um 7.40 Uhr mit dem Flug der zweimotorigen Convair 340 D-ACEF auf der Strecke von Hamburg nach München. Zur selben Zeit startete eine zweite Convair 340 in München zum Flug nach Hamburg.

Die Lufthansa streicht wegen des Piloten-Streiks neun von zehn Flügen. Von Mittwoch bis einschließlich Freitag fallen insgesamt 3800 Flüge aus, wie die Fluggesellschaft am Montag mitteilte. Vom größten Streik in der Unternehmensgeschichte wären 425.000 Fluggäste betroffen. Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit ruft ihre Mitglieder dazu auf, an den drei Tagen rund um die Uhr die Arbeit niederzulegen. Damit solle der Druck im aktuellen Tarifkonflikt mit der Lufthansa erhöht werden.

Bestreikt werden neben der Lufthansa selbst auch deren Billigfluglinie Germanwings und die konzerneigene Fracht-Gesellschaft. Voraussichtlich abheben werden nur noch knapp 500 Kurz- und Langstreckenflüge von Lufthansa und Germanwings.

Ein Treffen der Tarifpartner am Sonntag ist nach Aussagen von Cockpit ergebnislos verlaufen, da der Konzern kein neues Tarifangebot vorgelegt hatte. Cockpit fordert für die 5400 Piloten der Kranich-Airline mehr Geld und die Beibehaltung der betriebsinternen Frührente. Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens zeigte sich enttäuscht über die Eskalation: “Ich bedaure zutiefst, dass die Vereinigung Cockpit nicht bereit ist, ohne Arbeitskampf und auf dem Verhandlungswege mit uns zu einer Lösung zu kommen.” Insgesamt drohe dem Konzern alleine im Passagiergeschäft ein Ergebnisschaden in zweistelliger Millionenhöhe.

Knackpunkt in dem aktuellen Tarifstreit ist die bei der Lufthansa für das fliegende Personal lange Zeit übliche Frührente: Bislang konnten Flugzeugführer frühestens mit 55 Jahren und spätestens im Alter von 60 Jahren in den Vorruhestand gehen – die Bezüge bis zum Beginn der staatlichen Rente wurden aus der Übergangsversorgung gezahlt. Die Lufthansa kündigte den entsprechenden Tarifvertrag zum Jahreswechsel. Das Unternehmen will die Piloten später in Rente schicken.


Quelle:http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/
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