Flüchtlingskrise: Zehntausende Menschen frieren in Zelten 13.10.2015

Zehntausende Flüchtlinge frieren in Zelten
Bei sinkenden Außentemperaturen sind weiterhin tausende Flüchtlinge in nicht winterfesten Zelten untergebracht. Einzelne Bundesländer sind zwar vorbereitet oder treffen Vorkehrungen, vielfach sind die Menschen der Kälte jedoch fast schutzlos ausgeliefert.
Allein in den Unterkünften der Bundesländer waren Anfang Oktober rund 42.000 Flüchtlinge in Zelten und zeltähnlichen Unterkünften untergebracht, wie eine Umfrage der Zeitung "Die Welt" in allen 16 Bundesländern ergab. Vor besonders großen Herausforderungen steht demnach Hessen. Dort wohnten nach Angaben des hessischen Integrationsministeriums rund 6900 von 18.000 Flüchtlingen in Zelten - im Verhältnis zur Gesamtzahl der Flüchtlinge ist dies der höchste Anteil aller Bundesländer.
Brandenburg bislang am weitesten
In Rheinland-Pfalz leben laut dem dortigen Integrationsministerium rund ein Drittel der Flüchtlinge in Zelten: 3200 von 9650. Das Land Nordrhein-Westfalen bringe etwa 15.000 Flüchtlinge in Zelten, Leichtbauzelten und Leichtbauhallen unter, teilte die zuständige Bezirksregierung Arnsberg mit. In Hamburg seien nach Angaben der Senatsverwaltung für Inneres rund 4000 der 30.000 Flüchtlinge in Zelten untergebracht. In Bayern seien hingegen laut den zuständigen Bezirksregierungen nur rund 1300 der 45.000 Flüchtlinge in Zelten untergebracht.

Andere Länder sind bereits weiter: Im Saarland und Thüringen wohnten nach Angaben der Bundesländer keine Flüchtlinge in Zelten. Brandenburg hatte bereits am Wochenende verkündet, dass man mit dem Abbau von nicht beheizbaren Zelten begonnen habe. Sachsen-Anhalt will das Problem bis zu Beginn des kommenden Monats gelöst haben. Und Thüringen gibt an, schon seit August keine Zelte mehr als Notquartiere zu nutzen.
Viele Kommunen können keine Angaben machen
Insgesamt befänden sich in den Einrichtungen der Bundesländer rund 305.000 Flüchtlinge. Davon leben laut "Welt" rund 42.000 in Zelten. Hinzu kämen Zelte der Kommunen, über deren Anzahl die Bundesländer keine Angaben machen konnten. So habe allein die Stadt Essen 800 weitere Flüchtlinge in zeltähnlichen Bauten einquartiert. In Freiburg im Breisgau werde eine Zuspitzung der Lage befürchtet. In etwa vier Wochen müssten Flüchtlinge wohl auch in beheizten Zelten untergebracht werden, teilte der baden-württembergische Stadtkreis mit.
Quelle: http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/ges...
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3 Kommentare
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 13.10.2015 | 17:18  
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Klaus Anton aus Burgwedel | 13.10.2015 | 19:08  
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Jana Behm aus Lößnitz | 14.10.2015 | 16:31  
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