Bundesagentur - Mai-Arbeitslosigkeit auf tiefstem Stand seit 1991 20.06.2015

Bundesagentur - Mai-Arbeitslosigkeit auf tiefstem Stand seit 1991 Foto: Jana Behm
06.2015,

Der Arbeitsmarkt in Deutschland zeigt sich unbeeindruckt von der leichten Abschwächung des Wirtschaftswachstums. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Mai um 81.000 auf 2,76 Millionen gesunken. Das sind 120.000 Erwerbslose weniger als vor einem Jahr und die geringste Arbeitslosigkeit in einem Mai seit 1991, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. Die Arbeitslosenquote ging um 0,2 Punkte auf 6,3 Prozent zurück.
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"Weder das verhaltene Wirtschaftswachstum noch die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns haben die Beschäftigungsentwicklung getrübt", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Er sieht den Arbeitsmarkt generell in einer guten Verfassung. Ursache für den Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai sei vor allem die übliche Frühjahrsbelebung.
Aber auch unter Herausrechnung der Saisoneinflüsse sei die Erwerbslosenzahl um 6000 auf nun 2,786 Millionen gesunken. Der Rückgang der um jahreszeitliche Einflüsse bereinigten Erwerbslosenzahl beschränkte sich diesmal auf den Westen Deutschlands. Steigende Zahl jobsuchender Flüchtlinge
In den Hartz-IV-Jobcentern und den Arbeitsagenturen melden sich derweil immer mehr Flüchtlinge. Derzeit werden dort laut BA rund 366.000 Erwerbsfähige aus den Ländern betreut, aus denen die meisten Asylbewerber stammen. Das seien 49.000 mehr als im Vorjahr. Der Anstieg entfalle zu mehr als der Hälfte auf syrische Bürgerkriegsflüchtlinge.
Die BA erwartet eine deutliche Zunahme in den nächsten Monaten. Nach Einschätzung der Bundesregierung wird sich die Zahl der Asylanträge in diesem Jahr mehr als verdoppeln und etwa 450.000 erreichen.
Die BA fordert daher größere Anstrengungen, den Flüchtlingen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Rund die Hälfte von ihnen verfügt laut BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt über eine akademische oder berufliche Ausbildung. "Der größte Engpass ist derzeit der Deutschkurs", sagte Alt. Derzeit dürfe die BA viele Leistungen wie etwa ausbildungsbegleitende Hilfen erst nach einer Aufenthaltsdauer in Deutschland von vier Jahren anbieten.
Nahles kündigt Bundesprogramm für Flüchtlingsintegration an
Der Bundestag habe beschlossen, diese Wartefrist ab Mitte 2016 auf 15 Monate zu verkürzen. "Das erscheint uns etwas zu spät und vielleicht nicht ehrgeizig genug", sagte Alt. Seine Behörde plädiere für eine Wartefrist von nur sechs Monaten.
Arbeitsministerin Andrea Nahles stellte ein Bundesprogramm in Aussicht, um Flüchtlinge schnell in Arbeit und Ausbildung zu bringen. "Insbesondere müssen mehr finanzielle Mittel her für berufsbezogene Sprachkurse und Eingliederung in Arbeit", erklärte die SPD-Politikerin. Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer forderte einen Ausbau der Sprachkurse.
Weise erwartet weiteren Beschäftigungsaufbau
Der Arbeitsmarkt scheint den Zustrom von Flüchtlingen gut zu verkraften. Der BA zufolge waren im Februar 357.000 Personen aus den Asylbewerber-Herkunftsländern sozialversicherungspflichtig beschäftigt.

Quelle: http://www.t-online.de/wirtschaft/jobs/id_74219092...
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Gitte Garbrecht aus Berlin | 20.06.2015 | 13:38  
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Gitte Garbrecht aus Berlin | 20.06.2015 | 13:55  
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Gitte Garbrecht aus Berlin | 20.06.2015 | 14:09  
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 20.06.2015 | 14:55  
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Tina vom Saalestrand aus Bad Kösen | 20.06.2015 | 16:48  
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Jana Behm aus Lößnitz | 20.06.2015 | 19:20  
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Gitte Garbrecht aus Berlin | 22.06.2015 | 15:04  
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Gitte Garbrecht aus Berlin | 22.06.2015 | 15:21  
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