Ab 2017 soll blaue Plakette kommen - 13 Millionen Autos droht Innenstadt-Verbot 9.4.2016

Ab 2017 soll blaue Plakette kommen - 13 Millionen Autos droht Innenstadt-Verbot Foto: Jana Behm
Eine blaue Plakette soll künftig Autos mit geringem Schadstoff-Ausstoß kennzeichnen. In Stadtbezirken mit besonders schlechter Luft sollen nach dem Willen der Umweltminister schon bald nur noch Autos mit einer solchen blauen Plakette fahren dürfen. Was halten Sie von der blauen Plakette? Stimmen Sie ab!
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Wer ein Auto fährt, das die Abgas-Norm Euro6 (NOx-Ausstoß < 80 Milligramm/km) erfüllt, bekommt die blaue Plakette. Derzeit erfüllen lediglich circa 500 000 Diesel-PKW diese Norm - die meisten davon sind seit 2015 zugelassen. Rund 13,4 Millionen Dieselautos erfüllen die Schadstoff-Anforderungen jedoch nicht: Sie bekommen auch keine blaue Plakette. Alle Autobesitzer, die schon heute eine grüne Umwelt-Plakette für ihren Benziner haben, erhalten nach Auskunft des Umweltministeriums automatisch eine blaue Plakette.
Diesel bleibt günstig
Er gehe davon aus, dass die entsprechende Verordnung noch in diesem Jahr wirksam werden könne, sagte Jochen Flasbarth, Staatssekretär im SPD-geführten Umweltministerium, nach einem Treffen mit den Umweltministern der Länder am Donnerstag in Berlin. Die günstige Diesel-Steuer bleibt dagegen erst einmal. Die Minister konnten sich nicht darauf verständigen, den Kraftstoff teurer zu machen, wie einige von ihnen gefordert hatten. Eine blaue Plakette, die den Ausstoß von Stickoxiden berücksichtigt, hatten Umweltverbände schon lange gefordert.
Schadstoffarme Autos sollen gefördert werden
Die neuen Umweltzonen, in denen nur die schadstoffärmsten Autos fahren dürfen, würden wohl kleiner ausfallen als die bisherigen Zonen für grüne Plaketten, sagte Flasbarth. "Das eine ist ein Symptomkurieren, wo es anders nicht geht." Die langfristige Strategie sei aber, emissionsarme Autos zu fördern. Die Umweltminister der Länder hatten sich angesichts des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei VW zu der Sonderkonferenz entschlossen.
Keine Verpflichtung für Umweltzonen
Kommunen sollten nicht dazu verpflichtet werden, die neuen Umweltzonen einzurichten. Nach Angaben des Umweltministeriums braucht künftig kein Autofahrer zwei Plaketten - wer eine blaue habe, dürfe auch in Umweltzonen für grüne Plaketten hineinfahren. Die neuen Fahrbeschränkungen sollen für alle Autos gelten können, die nicht der Schadstoffnorm Euro 6 entsprechen.
Bayern beharrt auf Diesel-Bonus
Die Umweltministerkonferenz kann Beschlüsse nur einstimmig treffen. Eine Beschlussvorlage von fünf Ländern, Diesel über die Abschaffung der Steuervorteile teurer zu machen, scheiterte unter anderem am Widerstand der BWM- und Audi Heimat Bayern. "Wir brauchen den Diesel für den Klimaschutz", sagte die bayerische Staatsministerin Ulrike Scharf (CSU) in Berlin. "Diese Motoren stoßen deutlich weniger CO2 aus." Auch ihr Amtskollege aus dem Saarland, Reinhold Jost (SPD), stellte klar, dass er nichts von einer Steuererhöhung halte.
Grüne fordern Anhebung der Diesel-Steuer
Die Beschlussvorlage hatte unter anderem der Umweltminister des VW-Landes Niedersachsens, der Grünen-Politiker Stefan Wenzel, mitgetragen. Allerdings hatte die rot-grüne Koalition in Hannover den Vorschlag nicht mitgetragen. Auch Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte vor einiger Zeit deutlich gemacht, dass er eine Anhebung der Dieselsteuer ablehne.

Quelle: http://www.t-online.de/auto/news/id_77501976/blaue...
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Kurt Battermann aus Burgdorf | 09.04.2016 | 21:01  
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