Archäologische Untersuchungen in Lößnitz laufen auf Hochtouren 22.06.2014

Vortrag von Dr. Uwe Grünwald im Bürgerhaus in Lößnitz 21.06.2014
Am 21. Juni folgten unzählige Menschen der Einladung in das Bürgerhaus in Lößnitz. Dr. Uwe Grünwald aus Dresden hielt einen Vortrag zum derzeitigen Stand der archäologischen Untersuchungen des Johannisplatzes in Lößnitz. Auf die Frage des stellvertretenden Amtsleiters Herrn Frank Rother: „Ob nun jetzt die Stadtgeschichte von Lößnitz umgeschrieben werden muss“, wollte er sich dennoch nicht äußern. Zu Beginn seines Vortrages richtete Dr. Grünwald seinen Dank an die Lößnitzer Heimatforscher und Ortschronisten, denen er eine Reihe wichtiger Informationen zur Geschichte der Stadt, speziell des Stadtbereiches, verdankte. Er bedankte sich auch bei der bauausführenden Firma Bau- und Baumaschinenservice Zwönitz und bei allen anderen Baubeteiligten für die gute Zusammenarbeit. Natürlich blieb die Stadt Lößnitz auch nicht unerwähnt, da sie ja die Arbeiten in verschiedener Weise unterstützt. Zu guter letzt erwähnte er noch eine Person, welche die Arbeit zu diesem Vortrag unwahrscheinlich befördert hat. Sein Name galt dem alten Pastor, Kirchen- und Schulinspektor Herrn Gotthelf Friedrich Oesfeldt, der in seinen historischen Beschreibungen viele historische Quellen zur Stadt lieferte. Dr. Grünwald führte weiter aus, dass die Stadt Lößnitz in diesem Jahr größere Baumaßnahmen am Johannisplatz und der anliegenden Gassen in Lößnitz ausführe. Er berichtete weiter über die Funde rund um die Johanniskirche. Dr. Grünwald zeigte den Interessierten ein Fundstück, welches nahe der Johannisstraße hinter der alten Mohrenapotheke zutage trat. Bei den Bauarbeiten konnten ebenfalls Reste der ehemaligen Stadtkirche beobachtet werden. Diese fanden sich im Straßenbereich mehrere Meter östlich der neuen Johanniskirche. Im Mittelalter befand sich der dazu gehörige Friedhof gleich neben der alten Kirche. Aus diesem Grunde stieß man bei den Bauarbeiten auf unzählige Grabstätten. In der Regel konnten nur noch Teile des Skellets beobachtet werden. Da nur baubegleitende Untersuchungen durchgeführt werden, wurden meist nur Teile des Skellets geborgen und später im Landesarchiv eingelagert. Dr. Grünwald zeigte anhand von vielen Fotos zum Beispiel die Tiefe der Grabstätten und auch verschiedene einzelne Funde. Laut Dr. Grünwald ließen sich insgesamt 140 Bestattungen nachweisen. Es ist aber davon auszugehn, dass bei der Ausdehnung des Gräberfundes die Zahl in die Tausende gehen dürfte.


Text: Copyright by Jana Behm
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2 Kommentare
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Dieter Humberg aus Bad Kösen | 24.06.2014 | 21:42  
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Jana Behm aus Lößnitz | 25.06.2014 | 09:49  
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