Mit Gisela durch den Harz - von Bad Gandersheim bis zur Kaiserpfalz in Goslar

Mit Gisela durch den Harz - von Bad Gandersheim bis zur Kaiserpfalz in Goslar
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Auf geht es zu unserer Rundfahrt durch den Harz. Wir starten in Bad Gandersheim und fahren durch Seboldshausen, das ein Stadtteil von Bad Gandersheim ist.

Weiter geht es durch Hachenhausen, etwa 5 km von der Stadtmitte Bad Gandersheims entfernt. Es ist ein Dorf mit einem Gutshof und einer sehenswerten Kapelle. Das Dorf besteht aus zwei Teilen. Zum einem dem Dorf selbst und zum anderen der Hebersiedlung. Beide werden durch die Bundesstraße 64 getrennt, auf der wir fahren.

Die St.-Martin-Kapelle in Dannhausen stammt aus dem 11. Jahrhundert. Sie diente als Vorposten des früheren Klosters in Gandersheim.

Der bereits im Mittelalter bestehende Ort Engelade war über Jahrhunderte von der Landwirtschaft geprägt. Im 20. Jahrhundert wurden sämtliche Höfe aufgegeben und Engelade wurde zur Trabantensiedlung von Seesen. Seine Kirche St.-Pankratius gab es schon vor dem Dreißigjährigen Krieg als Bruchsteinbau. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde sie vollständig umgebaut im neuromanischen Stil, und es wurde eine neue Orgel eingebaut. Später in den 1960er Jahren wurde diese ersetzt. Ab 1945 mussten auch die Glocken ersetzt werden, da diese während des Krieges eingeschmolzen wurden.

Weiter kommen wir nach Seesen das 974 erstmals urkundlich erwähnt wurde. 1428 erhielt Seesen die Stadtrechte. Der Ort wurde sogar Standort eines Königshofes. Otto II. schenkte Seesen dem Stift Gandersheim. Der Name Seesen entstand durch einen See, der allerdings mittlerweile verschwunden ist. Die Stadt zwischen dem hügeligen Harzvorland und dem Harz wird deshalb als „Fenster zum Harz“ bezeichnet. Der Fremdenverkehr ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Die Sankt-Andreas-Kirche von Seesen wurde Ende des 17. bis Anfang des 18. Jahrhundert erbaut. Die Vorgängerkirche wurde 1673 durch einen Brand zerstört. Die heutige Kirche hat eine herausragenden Akustik und es werden regelmäßig Konzerte für klassische Musik, oft mit hochkarätigen Orchestern und Solisten aufgeführt (wie Ludwig Güttler oder Yehudi Menuhin). In der Innenstadt von Seesen kann man das Haus des Klavierbauers Heinrich Engelhard Steinweg (später in den USA Henry E. Steinway) besuchen. In dem Hinterhaus baute er sein 1. Klavier. Es steht heute noch im Städtischen Museum. Ende des 19. Jahrhunderts wurde ein Park angelegt, der heute nach Steinway benannt ist. Max und Moritz Skulpturen sind in der Stadt aufgestellt. Sie sind wohl die bekanntesten Figuren von Wilhelm Busch. Der Dichter verbrachte seine letzten Jahre in Seesen und deshalb wird die Stadt immer wieder mit ihm in Verbindung gebracht. Es gibt auch einen jüdischen Friedhof in Seesen auf dem noch fast 100 Grabsteine erhalten sind.

Hahausen besteht überwiegend aus landwirtschaftlichen Höfen. Mit dem Harz vor der Haustür hat das Dorf ein Wander- und Naherholungsgebiet, das sich sehen lassen kann.

In Goslar machen wir an der Kaiserpfalz eine kleine Pause. Die Pfalz wurde zwischen 1040 und 1050 unter Heinrich III. errichtet und ist ein einzigartiges Denkmal weltlicher Baukunst. Hier wurden über 200 Jahre Reichs- und Hoftage abgehalten und deutsche und europäische Geschichte "geschrieben". In der Pfalzkapelle St. Ulrich unter einer Grabplatte mit einer Darstellung Heinrichs III. wird das Herz des 1056 gestorbenen Kaisers bewahrt. Leider ist keine Zeit um die Pfalz zu besuchen. Dafür gibt es einen extra Ausflug nur nach Goslar.

Bürgerreporter:in:

Gisela Görgens aus Quedlinburg

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