Wo: Unterhausen
Wann: 13.02.2010 00:00 Uhr
Wissenswertes über den Pfarrer vom oberen Echaztal, Johann Christoph Fischer (1757–1842)
Lichtenstein: Unterhausen | Fischer (Jahrgang 1757) stammt wohl aus der freien Reichsstadt Reutlingen. Zu erforschen wäre noch sein früher Werdegang sowie eine wahrscheinliche erste Ehe. 1805 dann heiratet er Christiane Knittel, die später auf der gemeinsamen Grabplatte lediglich als Lebensgefährtin tituliert wird. Als evangelischer Pfarrer von Unterhausen tritt er erst 1817 in Erscheinung.
Er betreut zugleich die Kirchen in Oberhausen und Honau. In der Beschreibung des Oberamts Reutlingen von 1824 findet er an zwei Stellen namentlich Erwähnung:
S. 26: „In dem ganzen Orte (Unterhausen) befand sich vor wenigen Jahren nicht ein einziger Brunnen; aber Wasser wurde entweder aus der Echaz oder aus den Quellen unmittelbar, hauptsächlich aus dem Kesselbrunnen geschöpft. Erst der jetzige Pfarrer Fischer legte einen laufenden Brunnen bey dem Pfarrhaus an, und seinem Beispiel folgte der Rößlenswirt.“
S. 52: „Zu den obigen Hindernissen kommt häufig noch die Ungunst des Bodens und der zu große Aufwand an Zugvieh, welchen derselbe fast überall erfordert; es kommt ferner noch der Mangel an Beyspiel und Musterwirthschaften dazu. Nur einzelne Ortsgeistliche, so namentlich in neuerer Zeit der Pfarrer Klemm zu Genkingen und der Pfarrer Fischer zu Unterhausen, so wie auch der Amtsschreiber Steeb in Pfullingen gehen mit gutem Beyspiele voran.“
Im Lauf des Jahres 1842 stirbt zunächst Frau Christiane; aber auch der 85-jährige Johann Chr. Fischer erlebt das Weihnachtsfest nicht mehr.







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