Kennen sie Burg Arnsburg?

Das Gelände der Burgruine Arnsburg
 
Grundmauer des Wohnturmes mit Brunnen und Wehrmauer
Lich: Deutschland | Als Ausflugsziel ist eher die Klosteranlage Kloster Arnsburg bekannt. Haben sie die Burg Arnsburg schon einmal entdeckt? Noch nie was von Burg Arnsburg gehört? Das kann daran liegen, dass einfach nicht mehr viel zu sehen ist. Bereits zurzeit als die römischen Truppen in dieser Gegend ihre wichtige Handelsstrasse befestigten wurde auf den Rücken der Hügel gesiedelt.
Nachdem das Kastell Arnsburg-Alteburg von den Römern gegen 250 aufgegeben wurde, entstanden in unmittelbarer Nähe zwei kleine Burgen. Im Nordwestteil des heutigen Kloster Arnsburg wurde eine Burg beschrieben, die heute nicht mehr zu sehen ist. Die erste Erwähnung dieser Burg ist um das Jahr 800. Die zweite Burg wurde um das Jahr 1000 erstmals erwähnt. Diese zweite Burg hat den Namen Burg Arnsburg. Sie stand auf dem Hainberg. In den 1980er Jahren wurde die alte Burg durch Luftbildaufnahmen entdeckt. Die Kapelle der alten Burg war noch bekannt, jedoch hatte man die Burg schon fast vergessen. Man begann mit archäologischen Grabungen und legte die Grundmauern der alten Festung und der Kapelle frei. Heute betreut der Freundeskreises Kloster Arnsburg e.V. die Anlage, und ermöglicht uns einen Einblick in die Geschichte einer fast vergessenen Zeit. Wer die Burg wirklich erbaute ist nicht bekannt. Der erste bekannte Burgherr ist Kuno von Arnsburg. Dieser war ein treuer Gefolgsmann des Kaisers Heinrich III. Kuno von Arnsburg hatte als Wappentier den römischen Legionsadler, was die Verbindung zum Römerlager vermuten lässt. Er heiratete 1064 die Gräfin Mathilde von Beilstein. Ihre Tochter Gertrud von Arnsburg ehelichte Eberhard von Hagen.Von da an nannte sich die Familie von Hagen und Arnsburg. Lange blieb es ruhig um die Burg. Erst der Enkelsohn Konrad II von Hagen und Arnsburg lässt wieder von der Familie sprechen. Er gab das Gelände der ersten alten Burg im Jahr 1150 den Benediktinern. Zum Ausgleich bekam er den noch unbewohnten Hügel, der sich heute Münzenberg nennt. Konrad begann mit dem Bau der Münzenburg, unserem Wetterauer Tintenfass. Bereits 1156 verlegt er den Stammsitz nach Münzenberg. Burg Arnsburg wurde verlassen. Konrad II duldete das Abtragen der Steine seiner alten Burg. Aus diesen Steinen wurden die ersten Gebäude des Kloster Arnsburg erbaut. Die Benediktiner mussten bereits 1174 die Bauarbeiten einstellen. Auch der Ausbau der Münzenburg wurde eingestellt. Man hatte Geldsorgen.
Nutznieser dieser Situation um Kloster und Burg waren die Zisterzienser. Sie erhielten von den Benediktiner das aufgegebene Kloster und von der Familie Hagen-Arnsburg die Arnsburg sowie alle dazugehörenden Ländereien. Für Kloster Arnsburg der Neubeginn und für Burg Arnsburg der Untergang. Jetzt wurden die Mauern der Burg bis auf die Fundamente abgetragen. Nur die Kapelle blieb bis 1623 als Wallfahrtskapelle. Sie wurde im 30 jährigen Krieg zerstört. Der Ort wurde vergessen und es wuchs Wort wörtlich Gras über die Sache. Das Kloster wurde zu einer mächtigen Anlage und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Die Ruine der Burg ist dank des Vereins in gutem Zustand. Man kann sich gut vorstellen, wie es einmal gewesen sein muss. Wer ein bisschen was von der Geschichte dieser Gegend sehen will, sollte aus den dicken Klostermauern wandern. Benutzen sie den kulturhistorischer Wanderweg Muschenheim. Das sind ca 8 km Rundweg mit vielen Infos auf Schautafeln oder über das Internet. Finden sie die Burg Arnsburg, das römische Theater und den Heiligen Stein. Lassen sie sich verzaubern von Geschichten und Geschichte. Sie können in Kloster Arnsburg einfach auf den Weg einsteigen. Viel Spaß beim Durchlaufen unserer heimatlichen Zeitgeschichte.




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2 Kommentare
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Manfred W. aus Nebra (Unstrut) | 02.07.2016 | 11:26  
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Werner Szramka aus Lehrte | 02.07.2016 | 13:40  
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