Monument zur Stadtgeschichte von Salzgitter-Lebenstedt

Mehr als ein halbes Jahrhundert Geschichte einer jungen Stadt stehen in Marmor gehauen und in Bronze gegossen im Zentrum des größten Stadtteils von Salzgitter,in Salzgitter-Lebenstedt.Es ist wie die Geschichte selbst ein bewegendes Monument,geschaffen vom Braunschweiger Bildhauer Prfessor Jürgen Weber.
In seiner Einmaligkeit hält das Monument das Gedenken fest,an die beim Aufbau der neuen Stadt zur Zwangsarbeit Verpflichteten,und an das Leiden und Sterben unzähliger Menschen auf der Flucht,an die Demontage deutscher Industrieanlagen und den Widerstand der Arbeiter,aber auch an den Aufbau einer ursprünglichen an der Landwirtschaft orientierten Region zum drittgrößten Industriestandort Niedersachsens.
Immer wieder werden die Lebensgrundlagen von Menschen durch andere zerstört.In Salzgitter haben sich Menschen erfolgreich dagegen gewehrt.Ein ebenso zeitloses Beispiel wie Zwangsarbeit und Flucht.Das Monument der Stadtgeschichte Salzgitters ist aber nicht nur den dunklen Seiten der Geschichte gewidmet.Nach solchen Zeiten wächst immer wieder neues Leben, dargestellt am Wiederaufbau in Salzgitter,gekrönt von einem freien Mitarbeiter, einem Mann am Hochofen,der den " Turm der Arbeit " beherrscht.
Nach dem Beispiel der römischen Kaisersäulen des Trajan (113 nach Chr. ) und Mark Aurel ( 176 nach Chr. ),hat Jürgen Weber seine mehr als 100 Figuren am Turm der Arbeit menschlich und innerhalb ihrer geschichtlichen Wirklichkeit wiedergegeben.
13,73 Meter hoch und mehr als 730 Zentner schwer steht der " Turm der Arbeit " inmitten einer lebhaft frequentierten Fußgängerzone.Er gibt einem an sich nicht sonderlich geschlossen ausgebildeten Platz einen Mittelpunkt und einer jungen Stadt Identität.Platz und Monument werden erlebbar durch ein bildhauerisches Kunstwerk,das es in dieser Art und zu diesem Thema noch nicht gibt.
Die in Bronze gegossenen Menschen auf dem Turm der Arbeit lösen den sich verjüngenden Säulenkern durch ihre Vollplastik völlig auf.Sie sprechen den Betrachter direkt an und ziehen ihn in ihren Bann.Webers Figuren berichten kraftvoll von den bewegenden Ereignissen der Menschheitsgeschichte am Beispiel Salzgitters.

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Adolf Stephan aus Peine am 04.11.2010 um 13:14 Uhr  
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