TSV Friedberg Volleyball: Ungeahnte Konstanz in Leipzig
Leipzig: Sporthalle Brüderstraße | Leipzig/Friedberg
So hätte sich das im Vorfeld wohl niemand vorgestelllt: Die Zweitligavolleyballer vom TSV Friedberg sicherten sich durch eine bravouröse Leistung auswärts bei den L.E. Volleys in Leipzig den ersten Auswärtserfolg der noch jungen Saison. Nach dem 3:1 liefen sie jubelnd auf dem Feld zusammen und ließen der Freude über den Triumph in Sachsen freien Lauf.
„So früh in der Saison ein Auswärtssieg ist Balsam für die Seele. Vor allem verleiht er obendrein ein gutes Gefühl für die anstehenden Aufgaben“, meinte Mittelblocker Andreas Strempel. Mit einem Lächeln fügte er hinzu: „Außerdem ist es ein seltenes Gefühl geworden, in der zweiten Liga noch auswärts gewinnen zu können, nachdem fast alle Teams vor den eigenen Fans zur Hochform auflaufen und die Liga enorm heimstark ist!“ Auch Spielertrainer Stefan Meingast war zufrieden: „Es hat heute gepasst. Alles war auf einem konstant hohen Niveau und so konnten wir uns am Ende deutlich durchsetzen. Das ist das Level, auf dem wir agieren können und das werden wir nun weiter festigen“, so der Spielertrainer freudestrahlend. Jonas Kronseder, der seit Freitagnachmittag bei seinem Bruder in Leipzig verweilte, war der Ruhepol in der Annahme, der nahezu jeden auf ihn oder ins Feld fliegenden Ball gewohnt sicher zum Zuspieler Alex Hurler bugsierte und dieser so seine durchschlagkräftigen Angreifer zur Geltung bringen konnte. Dafür heimste er, zusammen mit Harald Menke, ein Sonderlob vom Coach ein. Durch den Sieg rangieren die Schwaben nun auf Platz sieben der Tabelle und befinden sich im gesicherten Mittelfeld.
Der Leipziger Hallensprecher und die absolut fairen Fans in der Sporthalle an der Brüderstraße konnten nicht anders, als auch den Gästen zu applaudieren ob ihrer gelungenen Leistung. Dass man gegen jeden Gegner siegen kann, haben die bisherigen Partien gezeigt. Die Aufgabe kommende Woche gegen Dachau wird jedoch noch eine Nummer härter, auch wenn der ASV am Samstagabend gegen das Internat Kempfenhausen zwei Sätze abgeben musste. „Internate sind schwere Gegner, sie spielen alles oder nichts und manchmal geht das eben auch auf“, warnt Coach Meingast davor, die Leistung der Dachauer zu schmälern. „Gewonnen ist gewonnen, am Tag danach fragt kaum mehr jemand, wie es zustande kam“, so Zuspieler Alex Hurler zum kommenden Gegner. Ob die Friedberger ihre Form auch weiter steigern können, wird der Sonntag zeigen. Zudem steigert ein Bayernderby noch zusätzlich die Motivation. Bei einem Spielfluss wie gegen Leipzig jedoch scheint auch dieses Spiel einiges zu versprechen. (krum)
TSV Friedberg Baumgärtner, Eichhorn, Heim, Hurler, Kronseder, Krumbholz, Meingast, Menke, Münster, Strempel.





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