Das sollten Sie über die die Antibabypille wissen!

 

Die Antibabypille gehört in der Bundesrepublik zu den beliebtesten Verhütungsmitteln. Mit Hilfe von künstlichen, dem Körper ähnlichen Hormonen wird eine unerwünschte Schwangerschaft verhindert und das seit mehr als 50 Jahren. Etwa jede dritte deutsche Frau im gebärfähigen Alter verwendet die Antibabypille zur Empfängnisverhütung. Bei den 14- bis 19-jährigen ist es sogar mehr als jede zweite.

Die Wirkung der Antibabypille


Die Antibabypille kann je nach Art eine Kombination von mehreren Hormonen oder aber nur ein einziges Hormon als Wirkstoff enthalten. Bei der klassischen Antibabypille sorgt eine Mischung aus Östrogenen und Gestagen dafür, dass ein Eisprung verhindert wird bzw. dass die Spermien nicht in die Gebärmutter gelangen können, um sich dort einzunisten. Außerdem sorgt die Pille dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut weniger stark ausbildet. Antibabypillen, die lediglich das Gestagen als Hormon enthalten, verhindern die Schwangerschaft in der Regel dadurch, dass eine Eizelle nicht befruchtet werden kann. Hierbei wird den Spermien dann der Weg in die Gebärmutter erschwert.

Die Zuverlässigkeit und die Sicherheit von Verhütungsmitteln wird mit dem sogenannten Pearl-Index gemessen. Für die Antibabypille liegt der Wert je nach Präparat zwischen 0,1 und 0,9. Hierbei gilt: Je niedriger der Wert des Pearl-Indexes, desto sicherer und zuverlässiger ist die jeweilige Antibabypille.

Der Wirkstoff der Antibabypille


Die Antibabypille wurde im Jahr 1961 auf dem deutschen Markt zugelassen. Seither wurden eine Vielzahl von verschiedenen hormonhaltigen Präparaten auf dem Markt eingeführt, die sich aus unterschiedlichen Wirkstoffen zusammensetzen und auch unterschiedlich angewendet werden. Die Antibabypille galt in den 60er Jahren als gesellschaftlicher Wandel, der insbesondere den Frauen sexuelle Freiheit verschaffte.

Inzwischen gibt es aber auch andere hormonelle Verhütungsmittel, auf die die Frauen zurückgreifen können. Hierzu gehören:

• Die Dreimonatsspritze, die das Hormon Gestagen enthält und in den Muskel gespritzt wird. Es besteht aber auch die Möglichkeit, ein Hormonimplantat mit dem Hormon Gestagen für mehrere Jahre an die Oberarminnenseite implantieren zu lassen.

• Der Verhütungsring. Er wird vaginal eingeführt und gibt täglich Hormone aus einem kombinierten Präparat ab. Auch hier kann die Art der Hormone variieren

Hormonspirale

Um sich jedoch vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen, reicht die Antibabypille nicht aus, hierfür sollten zusätzlich Kondome verwendet werden.


Die Geschichte der Antibabypille


Im Jahr 1960 wurde die Antibabypille erstmalig als hormonelle Verhütungsmethode in den Vereinigten Staaten zugelassen. Bereits ein Jahr später wurde die Pille von der Berliner Schering AG auf dem deutschen Markt eingeführt. Allerdings kam es in den Nachkriegsjahren diesbezüglich zu einigen Problemen, denn hierzulande war es unüblich, dass Mädchen und junge Frauen vor der Ehe sexuell aktiv waren. Nach diesem Verständnis war die Antibabypille als Verhütungsmethode nicht nötig. Da verheiratete Frauen für viel Nachwuchs sorgen sollten, wurde in Deutschland die öffentliche Diskussion und Aufklärung für dieses Verhütungsmittel nicht gefördert.

Aus diesem Grund führte Schering die Antibabypille als Präparat zur Behebung von Menstruationsstörungen oder -beschwerden eingeführt. Die Zyklusregelung gilt bis heute als unerwünschte Nebenwirkung der Antibabypille. In der ehemaligen DDR wurde die erste Antibabypille im Jahr 1965 von der Firma Jenapharm auf dem Markt eingeführt.

Den offiziellen Durchbruch erlebe die Antibabypille allerdings erst mit der Studentenbewegung. Die sogenannte sexuelle Revolution förderte die freie Verfügbarkeit der Pille für alle Frauen in den westlichen Ländern.

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