Hintergründe zum bundesweiten Blitzermarathon

Am 10. Und 11. Oktober findet ein bundesweiter, 24-stündiger Blitzmarathon statt. Das bedeutet, dass die Polizei deutschlandweit in diesem Zeitraum verstärkt die Geschwindigkeit der Fahrzeuge kontrollieren wird. Die Aktion beginnt am Donnerstag um 6 Uhr morgens und endet nach etwa 24 Stunden und soll bundesweit von bis zu 15.000 Beamten durchgeführt werden.

Vergleichbare Aktionen gab es bereits in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und sogar bei unseren Nachbarn in den Niederlanden. Dabei wurden jeweils tausende Autos gestoppt, welche mit erhöhter Geschwindigkeit unterwegs waren.

In Nordrhein-Westfalen und Hamburg gab es sogar eine Bürgerbeteiligung zu dem Vorhaben. Jeder konnte sich an die zuständigen Polizeistellen wenden und so genannte Wutpunkte melden. Dies sollten Orte sein, an denen eine Radarkontrolle gewünscht wird. Eine solche Bürgerbeteiligung traf in NRW beim letzten landesweiten Blitzmarathon auf viel Zuspruch und Interesse.

Aus dem Begriff Wutpunkte stammt auch die ursprüngliche Idee für die Internetplattform wutpunkte.de. Auf dieser Internetseite wird es den Nutzern ermöglicht, Wutpunkte auf einer Karte zu markieren und sie so sichtbar für alle zu veröffentlichen. Wutpunkte.de hat sich jedoch mittlerweile zu mehr als nur einer Plattform für „Blitzerstellen“ entwickelt. Die Seite, welche vor mehr als einem Jahr als Studentenprojekt an den Start ging, ist zu einem sozialen Netzwerk für Anliegen und Beschwerden geworden. Diese Beschwerden gehen von Rasern und kaputten Straßen, über Hundekot oder Fluglärm, bis hin zu sozialen Missständen und politischen Entschlüssen. All das kann bei wutpunkte.de diskutiert, geteilt und kommentiert werden. Eine Problemlösung soll außerdem hierbei geführt werden, indem die Betreiber die Beschwerden an die entsprechenden Stellen weiterleiten.

„Wutpunkte“ ist auf dem Weg dahin sich als ein Begriff für mehr Bürgerbeteiligung zu etablieren. Erst der Meldeaufruf in NRW und anschließend die Plattform wutpunkte.de, all das zeigt, dass Bürger sich weiterhin einbringen wollen und müssen. //es
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