Vier Marburger Autoren feiern ihren ersten Erfolg auf der Buchmesse in Leipzig

von Thomas Backus aus Cölbe | am 22.03.2010 | 764 mal gelesen | 1 Kommentar | 0 Bildkommentare | 9 Bilder
Thomas Backus, Stefan Fels, Volker Ilse & Ralph Haselberger - Die Apokalyptischen Schreiber

Leipzig: Leipziger Buchmesse 2010 | Ein Buch zu schreiben ist nicht leicht – aber noch schwieriger ist es, einen Verlag vom eigenen Werk zu begeistern. Doch genau das ist den vier Marburger Autoren Volker Ilse, Stefan Fels, Thomas Backus und Ralph Haselberger gelungen. Peter Göring, der Leiter des Persimplex-Verlages war von ihren Geschichten sogar so begeistert, dass er die Autoren einlud, ihre Bücher „In Blut geschrieben“ und „Fast tot“ auf der Buchmesse in Leipzig vorzustellen, und zwar im Rahmen einer Autorenlesung.
Die vier Marburger waren zum ersten Mal auf der Leipziger Buchmesse, und dementsprechend waren die Eindrücke überwältigend. Insgesamt 156.000 literaturbegeisterte Besucher stürmten die Stände der Aussteller.
In selbst geschneiderten Kutten boten die vier Autoren, die sich „Die Apokalyptischen Schreiber“ nennen, ein ungewöhnliches Bild, und so mancher Besucher hatte erst einmal Berührungsängste. Aber die vier Jungs sind trotz ihrer schaurigen Geschichten ganz nette Kerle, und so ließ sich manch einer dazu überreden, doch einmal einen Blick in ihr Erstlingswerk zu werfen. Viele waren überrascht, dass Horror nicht nur blutig, sondern auch spannend und manchmal sogar gesellschaftskritisch oder romantisch sein kann. Die Apokalyptischen Lesung auf der Fantasy Leseinsel war denn auch ganz gut besucht. Etliche Zuhörer mussten sich mit einem Stehplatz zufriedengeben – aber sie wurden mit außerordentlich unterhaltsamen Geschichten belohnt.

Die vier Autoren schreiben zwar alle mehr oder weniger horrorlastige Geschichten, aber sie tun es auf sehr unterschiedliche Weise: Volker Ilse schreibt sehr skurrile Geschichten, die so wahnwitzig sind, dass die Zuhörer noch Tage später darüber schmunzeln. Stefan Fels schildert seine Abenteuer so farbig, dass es beinahe Mangacomics sind, bis hin zum Lautsprache. Splatt. Thomas Backus ist eher dem klassischem Horror zugetan, wobei er oft eine große Portion Schwarzen Humor in seine Geschichten einfließen lässt – und Ralph Haselberger treibt es psychologisch auf die Spitze. Seine Geschichten sind Thriller mit einem extremen Spannungsbogen und einer bösen Pointe.

Was aber alle Autoren gemeinsam haben: Sie lieben den Kontakt mit ihren Lesern, und es macht ihren einen wahnsinnigen Spaß, das Publikum zu beobachten, wie es vor Spannung den Atem anhält, oder befreit auflacht, wenn der Protagonist vielleicht doch noch davonzukommen scheint.

Wer sich jetzt ärgert, dass er in Leipzig nicht dabei war, kann sich auf die eine oder andere Lesung im Marburger Raum freuen – die vier Schreiber haben noch jede Menge vor!

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1 Kommentar zum Beitrag
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Wolfgang Brandt aus Gießen am 23.03.2010 um 22:07 Uhr  
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