Interview mit der Buchbloggerin von »Magische Momente«

Ob ein Buch erfolgreich wird oder nicht, hängt heutzutage oft davon ab, wie Buchblogger darüber richten. Zum neunundzwanzigsten Mal gingen die Redakteure der Literaturplattform www.leserkanone.de auf Blogbesuch und schauten einer Bloggerin bei ihrer Arbeit über die Schulter. Sie sprachen mit der Bloggerin von http://magischemomentefuermich.blogspot.de/ darüber, wie sie zum Bloggen kam, welche Bücher sie rezensiert, auf welche Aspekte sie dabei ihr Hauptaugenmerk legt und was man in ihrem Blog über Rezensionen hinaus finden kann.

– Wer steckt hinter »Magische Momente«? Seit wann gibt es Ihren Blog? Was hat Sie damals dazu gebracht, ihn zu erschaffen?

Ich bin Susi, 37 Jahre alt, verheiratet und 3fache Mama.
Mein Blog "Magische Momente" ist mein Herzensprojekt.
Der Name verrät schon, worum es eigentlich geht. Ich liebe das Lesen. Man betritt eine magische Welt und lässt sich verzaubern, manchmal lädt sie auch zum nachdenken ein.
Als ich ihn im März 2014 erstellt habe, hätte ich nie damit gerechnet, das er mich und mein Leben so sehr verändern würde.
Ich habe ihn damals eigentlich nur gegründet, weil ich einige Zeit zuvor bei dem Portal "Buchgesichter" entdeckt habe, wieviel Spass es mir macht Rezensionen zu schreiben. Leider musste ich aber auch feststellen, daß man dies nicht überall tun kann, bei allen Büchern.
Ich habe auch lange hin- und her überlegt, ob ich es tatsächlich wagen soll.
In einer Spontanaktion, war mein Blog dann geboren.
Mir war vor allem wichtig, daß ich meine Leidenschaft ausleben kann und es sich vielleicht eine Kommunikation darüber entwickelt.Denn in meinem privatem Umfeld gibt es leider nur sehr wenige, die genauso buchsüchtig sind, wie ich es bin.

– Wie viele Bücher lesen bzw. rezensieren Sie im Schnitt? Lesen Sie immer nur ein Buch, oder lesen Sie mehrere Bücher parallel?

Früher war es so, daß ich im Schnitt 10 Bücher pro Monat gelesen habe.
Inzwischen ist es immer mehr geworden. Im Moment liegt der Durchschnitt bei 25 Bücher pro Monat. Dabei muss ich aber auch anmerken, daß auch Kurzgeschichten darunter sind.
Auch wenn man es kaum glauben kann bei der Anzahl, aber ich habe totalen Spass dabei und es macht mich einfach glücklich :)
Ich lese immer nur ein Buch, auf mehr könnte ich mich nicht konzentrieren.

– Was macht für Sie ein »gutes Buch« aus? Auf welche Faktoren legen Sie beim Lesen und Bewerten Ihr Hauptaugenmerk und warum?

Ein gutes Buch ist für mich, wenn es mich gefangen nimmt, mich zum nachdenken anregt und vielschichtig gestaltet ist.
Dabei ist es nicht immer wichtig ob es mich emotional berührt. Die Geschichte muss gut durchdacht, gut nachvollziehbar und wenn es geht unvorhersehbar sein.
Beim Rezensieren lege ich vor allem mein Augenmerk darauf, was es in mir auslöst. Wie ist es aufgebaut. Wirkt alles authentisch genug, wie sind die Perspektiven aufgeteilt. Mir ist auch wichtig, daß ich immer weiß in welchen Jahr wir uns gerade befinden.
Ich muss ehrlich gestehen, wenn ich ein Buch rezensiere, lass ich mich von meinem Herz und meinen Gefühlen leiten. Dabei gehe ich nicht großartig auf die Handlung ein, sondern mehr auf den Aufbau und das ganze drumherum.
Es muss einfach rundherum passen um mich zu überzeugen.

– Sind Sie auf spezielle Buchgenres spezialisiert? Wenn ja, was gefällt Ihnen an diesen Genres besonders? Gibt es Buchgenres, die Sie generell gar nicht lesen?

Früher habe ich fast ausschließlich nur Krimis und Thriller gelesen.
Das hat sich geändert, inzwischen lese ich fast alles. Nur mit Erotik und Horror, sowie Science Fiction kann ich nicht viel anfangen.
An Thriller mag ich besonders die Abgründigkeit die da herrscht und die Ermittler. Man lernt dabei immer wieder neues dazu und die Psyche des Menschen hat mich schon immer sehr interessiert.
Bei Fantasy mag ich vor allem, daß es immer wieder neue Ideen für neue Welten und Gaben entstehen. Es verzaubert einfach und macht das Herz leichter.
Eine große Vorliebe habe ich auch für Romane mit Familiengeheimnissen. Es ist interressant in der Vergangenheit zu wühlen und die Geheimnisse aufzudecken. Ich mag es auch wenn man in die Kriegszeit entführt wird und da nochmal einen Einblick geboten bekommt.

– Lesen Sie nur Verlagsproduktionen, oder besprechen Sie auch die Bücher von Selfpublishern? Was halten Sie generell davon, dass immer mehr Bücher in Eigenregie produziert werden?

Ich mag beides sehr gern. Ich habe jedoch im letzten Jahr sehr viele Autoren kennengelernt, die ihre Bücher selber verlegen. Ich persönlich habe großen Respekt davor, denn es birgt doch ein gewisses Risiko. Dennoch konnte ich in diesem Bereich richtige Goldstücke entdecken und oftmals habe ich mich dabei gefragt, warum sie nicht bei einem Verlag sind.
Denn solche Bücher verdienen viel mehr Aufmerksamkeit.

– Warten Sie darauf, dass Autoren oder Verlage Sie anschreiben und Ihnen Rezensionsexemplare anbieten, oder wenden Sie sich selbst an sie? Oder rezensieren Sie gar nur die Bücher, die Sie sich selbst kaufen?

Ich muss zugeben es kommt vor, daß ich angeschrieben werde. Ich entscheide dann ob es mich interessiert, lese gegebenenfalls eine Leseprobe und rezensiere es auch. Ich musste aber auch schon ablehnen, was mir manchmal richtig in der Seele wehtut.
Ich frage aber auch hin und wieder selbst bei Verlagen an.
Meine eigenen Bücher rezensiere ich auch, ich mache da keinen Unterschied.
Am Ende entscheidet immer die Aussage und die Qualität des Buches.

– Welches Buch oder welche Bücher sind Ihnen besonders positiv in Erinnerung geblieben, seitdem Sie Ihren Blog gestartet haben? Was gefiel Ihnen an ihnen ganz besonders gut?

Seit ich blogge bin ich ein großer Fan von Stefanie Hasse, sie schafft es dabei den Leser in eine völlig neue Welt zu entführen, man fühlt sich eins mit dem Geschehen und den Charakteren und kann den Alltag vollkommen hinter sich lassen. Die Darian und Victoria Trilogie von ihr mag ich unheimlich gern.

– Gab es Bücher, die Ihnen überhaupt nicht gefallen haben oder bei denen Sie das Lesen gar abgebrochen haben? Welche waren das, und was missfiel Ihnen an ihnen?

Ich breche grundsätzlich kein Buch ab, denn hätte ich immer im Hinterkopf, das es vielleicht doch noch besser geworden wäre.
Ein richtig schlechtes Buch hatte ich bisher nicht. Es gab zwar bei einigen Büchern hin und wieder Schwachstellen in der Handlung oder in der Rechtschreibung. Aber sowas bleibt leider nicht aus.

– Werden auf Ihrem Blog nur Bücher rezensiert, oder können Ihre Besucher auch andere Dinge bei Ihnen lesen?

Nein ich schreibe nicht nur Rezensionen, denn ich denke auf die Dauer wäre das für die Leser ziemlich langweilig. Ab und an mache ich auch bei Blogtouren mit. Dabei finde ich vor allem den Kontakt zu anderen Bloggern und den Autoren schön und man lernt dabei immer noch dazu.
Ich mache aber selbst auch Interviews mit Autoren. Ich finde es immer total faszinierend, den Menschen dahinter kennenzulernen.
Und einmal im Monat gibt es bei mir ein Thema worüber sich mehrere Autoren äußern können. Dabei ist auch sehr interessant wie unterschiedlich die Antworten manchmal ausfallen.

– Haben Sie Kontakt zu anderen Bloggern? Wenn ja, könnten Sie unseren Lesern vielleicht zwei oder drei von ihnen besonders ans Herz legen? Was schätzen Sie an ihnen?

Ja ich habe auch sehr guten Kontakt zu anderen Bloggern, sie unterstützen mich wenn ich Hilfe brauche und Fragen habe. Aber vor allem ist es schön, daß sich dabei Freundschaften entwickeln, die man nicht mehr missen möchte.
Meine liebsten Blogs sind »Bookwives«, »Lesemonsterchens Buchstabenzauber« und »Süchtig nach Büchern«.
Die Blogs sind so liebevoll gestaltet und es macht wirklich Spass sie zu lesen.
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