Mit fremden Dächern Geld verdienen

Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden: Die Städte Leipheim und Günzburg sind im Modellprojekt schon mit dabei
Jetzt auch Einstiegsmöglichkeiten für private Investoren!

Die Stadt Leipheim hat es vorgemacht: Sie ist neben der Stadt Günzburg die erste Kommune, in der das Leipheimer Unternehmen ESS Kempfle mit der Installierung von Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden ein neues Projekt gestartet hat. Ein Projekt, das nicht nur dem Trend zu erneuerbaren Energien im Blick hat, schließlich zählen moderne Photovoltaikanlagen zu den effektivsten Alternativen herkömmlicher Energiequellen, sondern auch den Geldbeutel der Kommunen schonen soll.
Durch die Anlagen, in denen mittels Solarzellen ein Teil der Sonneneinstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird, spart die Stadt Leipheim bares Geld. Ende November wurden die bisher installierten Anlagen auf dem Kindergarten „Raupe Nimmersatt“ in der Schwabenstraße, auf der Grund- und Mittelschule am Jahnweg und auf der Grundschule in der Hermann-Köhl-Straße von ESS Kempfle der Stadtverwaltung Leipheim präsentiert. Die Stadt stellt die Dächer kostenlos zur Verfügung, erhält aber im Gegenzug den mit den Anlagen erzeugten Strom billiger. Bis etwa 20% Einsparungspotential ist dabei möglich. Ein Gewinn für die Stadt, die damit sowohl Kosten sparen kann als auch einen Teil zur Energiewende beiträgt.
Große Pläne hat die Leipheimer Firma ESS Kempfle jedoch nach diesem ersten Probelauf: Es sollen weitere Kommunen angesprochen werden, mit einigen ist man bereits in konkreten Verhandlungen. Die Finanzierung der Anlagen musste jedoch auf Grund der Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes komplett überdacht werden. Wollte man eigentlich eine Genossenschaft gründen, musste man diesen Plan aufgeben und gibt nun stattdessen Privatleuten und Firmen die Möglichkeit, in das Geschäft mit den Photovoltaik-Anlagen auf öffentlichen Gebäuden einzusteigen.
Ein regionaler Investorenpool soll so die Installation weiterer Anlagen finanzieren und somit einen Ausbau des Projekts ermöglichen. Dabei ist es nicht notwendig, eine gesamte Anlage zu finanzieren, auch kleinere Anteile ab ca. 1.000 Euro können potentielle Interessenten erwerben. Nach den Berechnungen von ESS Kempfle eine profitable Investition, denn bereits nach 9-11 Jahren hat sich eine Photovoltaik-Anlage amortisiert, 25 Jahre hingegen liefert sie im Durchschnitt den sauberen Solarstrom.
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2 Kommentare
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Jost Kremmler aus Potsdam | 04.01.2015 | 21:23  
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Matthäus Felder aus Lichtenstein | 10.02.2015 | 10:43  
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