TSV Steinwedel 1. Herren Handball zu Hause weiter ungeschlagen!

Ich möchte euch die Geschichte der Grünen Hölle erzählen. Schweigt still und lauscht meinen Worten.

Im Jahre 1375 a. D. versammelte der rumreiche König Thorvald der Dritte von Steinwedel seine 12 besten Krieger um sich, um die tristen Jahre des Friedens zu beenden.

Doch dem Blutvergießen müde geworden entschloss er sich in seiner unendlichen Weisheit sportliche Wettkämpfe zu erlassen und durch einen fairen Wettstreit den Sieger der Lande zu Hannover zu ermitteln.

Thorvald wollte diese Wettkämpfe aber nicht auf einem alten Rübenacker austragen und so träumte er von einem majestätischem Colloseum, dem der alten Römer gleich, in dem seine Krieger in einem Wettstreit über 10 Eonen (entspricht ca. einer Handballsaison von September bis April) ihre Intelligenz, ihren Mut und ihre Kampfkraft unter Beweis stellen sollten.

Die Könige der anderen Regionen des Landes zu Hannover begrüßten in ihrer ebenfalls unendlichen Weisheit Thorvalds Entschluss und wollten selbst ihre Krieger in 12er Teams zu den Wettkämpfen schicken.

Dem Sieger-Team winkten die Belohnungen der Götter. Frauen, Bier und Reichtum, sowie der Titel des Meisters der Region zu Hannover.

Thorvald der Gütige und Weise baute mit Hochdruck an seinem Colloseum, denn die Tage der Wettkämpfe rückten nach langer Planung immer näher.

Als das mächtige, schöne, gigantische und erhabene Colloseum endlich in den Himmel ragte überlegte Thorvald lange, welcher Name diesem Bau gerecht werden könnte!

Die Legende besagte, dass Thorvald sich einen Monat und einen Tag zurückzog um nachzudenken. Selbst sein prächtiges Weib, mit den prächtigen Augen konnte ihn nicht aus seiner Zurückgezogenheit holen.

Am Tage XXI preschte Thorvald aus seiner Kammer und rief laut und bestimmend heraus: so tragt es ins Land zu Steinwedel und Hannover, die Grüne Hölle ist geboren! Nur ein würdiger Kämpfer und Krieger darf sich mit der Ehre schmücken in diesem meinem Colloseum zu wettstreiten und zu siegen!

Der Name sprach sich rum wie die Pest um 1209 a. D. und in aller Mund und Ohr schallte es heraus die Grüne Hölle sei bereit.

Thorvald der Dritte zu Steinwedel wurde im ganzen Land zu Hannover gefeiert und selbst die anderen Könige zollten ihm ihren Respekt und ihre Anerkennung für solch ein prächtiges Monument der Stärke, gegen das ihre Kampfesstätten klein und mickrig wirkten.

Die erste Wettkampfsaison erwies sich als sehr ruhmreich für Thorvald und die seinen. Das Colloseum in seiner Größe und das Volk zu Steinwedel auf seinen Rängen schütterten die Kämpfer der anderen Gegner so ein, dass ein Wettkampf nach dem anderen für die Steinwedeler gewonnen werden konnte.

Noch bis heute ist die erlesende Kampfestruppe von 1378 a. D. bei jedem Kind und Erwachsenen in Steinwedel bekannt.

Gerne erzählt man am Kamin die Geschichten von Friedhelm dem Brecher, Helmut dem Verrückten, oder Arthur dem Unnachgiebigen, um nur drei der 12 zu nennen.

Noch heute legt man auf dem Steinwedeler Friedhof Blumen und Havanna-Flaschen als Tribut an die erfolgreichen Kämpfer ab.

Ab hier an werden die historischen Aufzeichnungen allerdings wage und man muss tiefer, viel tiefer graben, um weitere Aufzeichnungen zu finden...

Soviel sei gesagt, es gab nach Thorvalds Tot sehr schlechte Jahre in denen das Training vernachlässigt, die Ernten auf den Felder wichtiger waren und die realen Kriege die Männer weg von der Grünen Hölle zogen... Der Name und der Mythos um die Grüne Hölle geritten in Vergessenheit und Thorvald der Dritte zu Steinwedel drehte sich dreimal im Grab herum, so sehr schmerzte ihm dies auch weit nach seinem Tot...

Doch in den 70iger des Jahres 1900 preschte eine neue wackere Truppe Kämpfer heran.
Hier seien nur einmal Micha, der Flinke (heute nicht mehr so flink) oder der Schöne Jörg genannt. Doch auch diese Männer zogen sich alsbald zurück aus dem Colloseum und es wurde schon wieder ruhig im Lande zu Steinwedel.

Doch im Jahre 20... erhob sich eine neue Macht. Die Bürgermeister (der Wandel der Zeit) der anderen Regionen zu Hannover nahmen diesen Aufstand der Bauern aus Steinwedel nicht sehr ernst und schenkten ihm keine Beachtung.

Doch diese Bauern wollten sich auch davon nicht aufhalten lassen und stürmten zurück in die oberste Wettkampfklasse der Region zu Hannover und fechten sich nun in das Licht zurück! In der Ferne sind sie noch verwundbar, doch zu Haus mit ihren wackeren Anhängern in ihrem Colloseum sind sie Göttern gleich und wandeln dem Olymp nah.

Ein alter Name wurde wieder geboren und wird aus allen Kehlen der fanatischen und verrückten Anhängern dieser mittlerweile 14 Kämpfern gesungen und geschrieen!

Grüne Hölle - auf das wir unseren Feinden wieder das Fürchten lehren!

So auch wieder dieses Wochenende geschehen. Die Wettkämpfer aus Neustadt an der Rübe wurden mit ihrem Bürgermeister und einem 31:24 nach Hause geschickt.

Danke, dass ihr ein Teil dieses Mythos seit :-)
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