Lehrter Wasserballer auf Entdeckungstour

Spektakuläre Partie, aber keine Punkte: Juan Carlos Bafile traf dreimal bei der 6:19-Niederlage des Lehrter SV in Laatzen. (Foto: Alexander Placzek)
Das ultimative Erfolgserlebnis lässt noch auf sich warten: Die Wasserballer des Lehrter SV sind in der spielstarken Bezirksoberliga mit einer 6:19 (2:5, 0:5, 3:3, 1:6)-Auswärtsniederlage bei der SpVg Laatzen II in das neue Jahr gestartet und mussten damit in der mittlerweile dritthöchsten Spielklasse die dritte Niederlage im dritten Spiel hinnehmen.

Die nach dem Bezirksliga-Meistertitel aufgestiegene Lehrter Mannschaft findet sich allerdings in einer veränderten Spielklasse und in einem gänzlichen neuem Umfeld wieder: Mit der Auflösung der Oberliga ist eine der ohnehin nur wenigen höheren Spielklassen ersatzlos verschwunden, so dass mangels Alternativen spielstarke Teams in die Bezirksoberliga Hannover gerückt sind. Dieses galt auch für die Laatzener Reserve, die in der vergangenen Saison noch in der 2. Liga Nord aktiv gewesen ist. „Wir spielen jetzt faktisch zwei Klassen höher“, sagt LSV-Trainer Joachim Haake, der mit der neuen Umgebung bisher aber nicht unzufrieden ist. „Im Prinzip macht es sogar mehr Spaß, da die Mannschaften Wasserball wirklich spielen wollen.“

Die Lehrter sind damit in dieser Saison auf sportlicher Entdeckungstour, wobei auch im großen Sportbecken des Freizeitbades „aquaLaatzium“ ein Punktgewinn verwehrt blieb: In einer optisch hochattraktiven Partie mit zahlreichen Mglichkeiten auf beiden Seiten haderte der Aufsteiger mit seiner schlechten Chancenverwertung, wo die Lehrter ihrerseits ebenfalls die Zehn-Tore-Marke durchaus hätten erreichen können . „Wir sind spielerisch näher herangekommen, aber das halten wir noch nicht über vier Viertel durch“, sagte Joachim Haake. Die Treffer teilten sich diesmal Juan Carlos Bafile (3), Sören Giere, Ole Roth und Vladislav Stengel.

Weiter geht es das Gastspiel in der dritten Liga bereits am kommenden Donnerstag: Dann gastiert die LSV-Sieben von 20:15 Uhr an im 50-Meter-Becken des Sportbades Heidberg mit Eintracht Braunschweig erneut bei einem bekannten Namen des deutschen Wasserballs. Die Löwenstädter hatten lange Jahre ebenfalls erste und zweite Liga gespielt, sind zur neuen Saison dann aber in den Bezirk Hannover gewechselt. Das letzte Punktspielduell zwischen beiden Teams hat 1967 stattgefunden. „Die sind dann danach bis in die Bundesliga durchmarschiert“, erinnert sich der frühere LSV-Trainer Hartmut Wattenberg.
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