Historischer Dorfspaziergang der Aktiven TSV-Oldies

Die Aktiven Oldies des TSV 03 Sievershausen unternahmen einen historischen Dorfspaziergang mit der Sievershäuserin Giesela Schulz vom Arbeitskreis Dorfgeschichte. Auf dem Programm stand die frühere Ortschaft "Ambostel", die mit den Ortschaften "Sievershausen" und "Röddenser Busch" letztlich die Gemeinde Sievershausen bildete.

Bevor sich die TSVer jedoch auf dem Weg machten, genossen sie im Sportheim ein leckeres Frühstücksbuffet, das von Annegret Schäffer und Heidi Kröpke vorbereitet wurde.

Giesela Schulz nutzte die Gelegenheit, um die Oldies anhand einer alten Karte schon einmal auf den späteren Dorfspaziergang auf "Ambostel" theoretisch einzustimmen. So sei Ambostel bis 1928 eine selbständige Gemeinde gewesen. Der Name Ambostel könnte aus einer Verbindung mit Abbensen (Ansiedlung des Abu) herrühren.Vermutlich hat ein Abbensener Gutsherr einen Hof in Ambostel gehabt. Keine eindeutige Erklärung konnte sie dafür geben, warum Ambostel im Volksmund auch "Katten" genannt wird. Ob nun ein Herr von Katten, das Aufhängen von Katten (Katzen) oder weil Ambostel der kleinere Ort gegenüber Abbensen gewesen ist (klein wie ein Katzentisch), dafür verantwortlich ist, bleibt nur Vermutung.

Nach der interessanten Einführung und dem ausgiebigen Frühstück ging es dann an die Luft. Die alten Hofstellen von Ambostel wurden eingehend erläutert und Schulz hat zu jedem Gebäude die passende historische Entwicklung parat. Eine Überraschung hatte Andrea Krüger-Glimmann vorbereitet. Sie lud die Oldies auf ihrer Hofstelle zu einer kleinen Erfrischung ein. Dazu gab es interessante Details zu den wunderschönen historischen Gebäuden auf ihrem Grundstück. So gab es hier beispielsweise eine alte Poststelle, in der früher die Pferde gewechselt wurden. Über den früheren Dorfteich, der der Landesstraße weichen musste, ging es in den Schafsköttelweg (Röhrser Weg). Diese hatte den Spitznamen, da hier früher die Schaafe der angrenzenden Höfe auf die Weide gebracht wurden. Interessant war auch eine schriftliche Kindeserinnerung, bei der die jetztige John-F.-Kennedy-Straße als Asphaltstraße bezeichnet und als Spielstraße genutzt wurde. Heute undenkbar.

Das Wissen der Dorfhistorikerin über die Sieverhäuser Dorfgeschichte schien unerschöflich. Die TSV-Oldies hingen an ihren Lippen. Viele Kindheitserinnerungen wurden bei den Anwesenden wachgerufen.

Nach rund zweieinhalb Stunden endete der historische, kurzweilige Dorfspaziergang nach Auffassung der Teilnehmer viel zu früh. Obwohl viele der TSV Oldies bereits seit ihrer Geburt in Sievershausen leben, haben sie an diesem Tag noch sehr viel Neues über ihr Heimatdorf erfahren. Die Gruppe verabschiedete sich mit einem riesigen Applaus und einem kleinen Geschenk von ihrer Dorfführerin.

Mehr Bilder unter http://www.tsv03.de/historischer-dorfspaziergang-der-aktiven-tsv-oldies
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