Giere führt Lehrter Wasserballer zum zweiten Saisonsieg

Lehrtes Trainer Joachim Haake musste bis zum Schlusspfiff zittern.

Die vielfach nur wenig bekannte Sportart Wasserball kann äußerst dramatisch und unterhaltsam sein: Diese nicht gänzlich neue Erkenntnis konnten die mitgereisten Fans beim zweien Saisonsieg der Männermannschaft des Lehrter SV mitnehmen. Der Altkreisvertreter gewann in Hannover nach einem spektakulären Treffer von Sören Giere 66 Sekunden vor dem Ende mit 9:8 (2:1, 5:2, 1:2, 1:2) gegen den Tabellennachbarn 1. WV Wunstorf und liegt weiter bestens im Rennen um einen vorderen Tabellenplatz.

Lehrtes Trainer Joachim Haake hätte beim Gastspiel im Anderter Bad auf die Dramatik allerdings gerne verzichtet: „Statt, dass wir den Treffer machen, kommen die wieder ran“, beklagte der LSV-Coach mehrfach vergebene Chancen und auch verpasste Vorentscheidung. So war der Altkreisvertreter nach einer 8:5-Führung (19.) mehr als acht Minuten lang ohne weiteren Torerfolg geblieben. Beim Stande von 8:8 in der vorletzten Minute musste LSV-Schlussmann Andreas Specht dann sogar noch eine Unterzahlsituation abwehren, bevor im Gegenzug der umjubelte Siegtreffer fiel.

Neben Giere (4/1) trafen Reiner Bendrien, Vladislav Stengel (je 2) und Ole Roth für die Altkreisvertreter, der mit jetzt 4:2-Punkten auf Rang vier der 1. Bezirksliga vorrückte. Den Lehrtern stehen zudem in Kürze weitere Schlüsselspiele bevor, in denen der Altkreisvertreter mit dem Duinger SC (12. Februar) und dem 1. Nienburger SC (14. Februar) auswärts auf weitere potentielle Tabellennachbarn trifft. „Die Liga ist in diesem Jahr sehr ausgeglichen“, zeige sich Haake daher doppelt froh, dass gegen Wunstorf bereits der zweite Saisonsieg eingefahren werden konnte.

Die Frauenmannschaft des Lehrter SV hatte mit 3:18 (1:3, 0:4, 1:4, 1:7) beim klar favorisierten Titelaspiranten TK Jahn Sarstedt das Nachsehen und bleibt mit 1:7 Punkten weiter Tabellensechster der Bezirksliga. Der als Betreuer eingesprungene Joachim Haake war mit der Partie dennoch zufrieden, zumal er auch den jüngeren Spielerinnen reichlich Einsatzzeiten verschaffen konnte. „Die Mädchen haben noch sieben oder acht Chancen liegenlassen“, sagte Haake, der sich über den ersten Punktspieltreffer von Cassandra Röbber freuen konnte - die 18-Jährige hatte erst vor einem Jahr mit der Sportart Wasserball angefangen. Daneben trafen Stefanie Lange und Sandra Beulke.

Weitere Informationen zu der Sportart: www.lsv-wasserball.de

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