Rehe im Liebestaumel – Fuß vom Gas
Bereits seit Wochen warnen die Verkehrsnachrichten vor Rehwild, dass selbst vor stark befahrenen Straßen nicht zurückschreckt. Dabei kommt es immer wieder zu teilweise auch schweren Verkehrsunfällen. Der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) berichtet, dass allein 2007/08 etwa 200.000 Rehe bei Verkehrsunfällen getötet wurden. „Dabei darf man nicht nur den Schaden am Auto sehen, sonder man muss auch daran denken, dass bei diesen Unfällen auch Menschen verletzt wurden“, erklärt Uwe Kurmeyer von der Jägerschaft Burgdorf. Doch im Monat Juli wird es auf den Straßen nicht ruhiger. Die Rehe haben Brunftzeit und verhalten sich im Liebestaumel oft unberechenbar. Und zwar nicht nur in der Dämmerung, sondern auch am helllichten Tage. Urplötzlich können die Rehe aus dem Wald treten und die Straße überqueren. Da hat der Autofahrer bei höherer Geschwindigkeit kaum noch eine Chance um auszuweichen. „Gerade während der Brunftzeit sollten die Autofahrer auf Landstraßen Fuß vom Gas nehmen und auf Rehe achten. Im Notfall aber nicht ausweichen, sondern bremsen und auf der Fahrspur bleiben“, rät uns Uwe Kurmeyer. Und wenn es dann doch gekracht hat, ruhig bleiben und bei Verletzungen den Rettungsdienst rufen. Aber auch die Polizei ist zwingend erforderlich um den Unfall aufzunehmen. Um das verletzte oder sogar getötete Reh kümmert sich dann in der Regel der zuständige Revierpächter.
Bild: (C) Winsmann / djv



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