Nachruf auf die Raupen des Jakobskrautbären (Tyria jacobaeae)

Anzeiger-Burgdorf vom 22. Juli 2011

In meinem Bericht vom 13. Juli 2011 mit dem Titel „ Des einen Freud, des anderen Leid „ , Giftigkeit des Jakobskreuzkraut hier klicken, berichtete ich über die Insektenvielfalt an der Pflanze und deren Blüten.. Momentan steht das Jakobskreuzkraut noch in der Blütenphase und ist somit Nahrung für die Vielzahl der nektaraufnehmenden Insekten. Ausführlich bin ich in dem Bericht auf diesen insektenreichen Lebessraum mit dokumentierten Foto´s eingegangen.
Dort habe ich auch den Hinweis gegeben
….. wenn unbedingt gemäht werden müsste, sollte dies so im Mai und dann erst wieder später ab August erfolgen….
Die NABU Schmetterlings AG Oldenburg
hier klicken
schreibt zum Jakobskrautbär ( Tyria jacobaeae )
In Niedersachsen gilt die Art als "stark gefährdet" (Rote Liste 2). Während die Art zunächst im Zuge der Flurbereinigung und Intensivierung der Landwirtschaft mit dem Rückgang des Jakobs-Greiskrautes seltener wurde, ist seit ein paar Jahren wieder eine Ausbreitung dieser Pflanze und auch des Jakobskrautbären zu beobachten. Zum Schutz dieser farbenfrohen Schmetterlingsart sollten Bestände des Jakobs-Greiskrautes von Mai bis Anfang August nicht gemäht werden und die betreffenden Flächen höchstens extensiv genutzt werden.

Einerseits sind wir für Biotop und Artenschutz und bringen hunderte von Raupen in ihrem Entwicklungsstadium um und dies noch hochprofessionell, mit einer „ Mulch-, Mähtechnik „.
Meine Bilder der Raupen stammen gerade aus letzter Woche und diese befinden sich noch nicht im Stadium zum Übergang der Verpuppung; aber dies ist auf martialische Art und Weise nun unterbrochen worden.

Mit dem Artikel im Anzeiger – Bugdorf vom 22. Juli „ Jakobskreuzkraut: Stadt mäht Wiese „ wird den Beschwerden des Arbeitskreises Jakobskreuzkraut nun nachgegeben und Herr Hans-Heinrich Overmann vom städtischen Bauhof, hält diese besondere Mähtechnik, mit der besonderen Mulchung, zum Schutz der Tier – und Pflanzenwelt für richtig. Mit dieser Technik wird sicher kaum eine Raupe im Entwicklungsstadium zur Puppe geschützt, sondern nur zerkleinert, bzw. zermatscht. Auf diese Art und Weise können wir den Jakobskrautbären keinen Lebensraum schaffen sondern den vernichteten Raupen nur noch nachtrauern. Es wäre sinnvoll gewesen noch ca. 14 Tage zu warten und wir könnten im nächsten Jahr in dieser Region mal wieder den hübschen Falter des Jakobskrautbären sehen.
An dieser Art der Durchführung und an dem Zeitpunkt, ist mal wieder erkennbar, dass auch die Vertreter der Stadt Burgdorf, sich nach keinen Hinweisen von Naturschutzempfehlungen richten.

Jakobskrautbär, Kraminbär, Blutbär, Tyria jacobaeae

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Gaby Floer aus Garbsen am 22.07.2011 um 16:11 Uhr  
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen am 22.07.2011 um 20:07 Uhr  
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