Veranstaltung zur Grünen Ökonomie im Antikriegshaus Sievershausen

Wann? 18.09.2015 19:30 Uhr

Wo? Antikriegshaus Sievershausen, Kirchweg 4A, 31275 Lehrte DE
Antikriegshaus Sievershausen
Lehrte: Antikriegshaus Sievershausen |

3. Teil der Veranstaltungsreihe "Wie wollen wir leben?"
Grüne Ökonomie zwischen Anspruch und Wirklichkeit -
Vortrag von Thomas Fatheuer

Das Leitbild der Grünen Ökonomie ist eine umwelt- und sozialverträgliche Wirtschaft, die den gesellschaftlichen Wohlstand steigert und soziale Gerechtigkeit fördert. Durch veränderte, nachhaltige Wirtschafts- und Konsumweisen soll auch für kommende Generationen eine hohe Lebensqualität gesichert werden. Die Hoffnung ist, dass die Grüne Ökonomie als Leitkonzept verankert wird. Das ist bisher gescheitert. Eine Road Map für eine Grüne Ökono­mie gibt es nicht. Und eine Abkehr vom Business as Usual geschieht nicht – so nötig sie angesichts des Klimawandels, der Ernährungs- und Armuts­krisen auch wäre und wie sie die ProtagonistInnen der Grünen Ökonomie zu Recht fordern.

Grünes Wachstum?

Alle ausgearbeiteten Konzepte der Grünen Ökono­mie beruhen auf der Annahme, dass es keine grundsätzliche Abkehr vom Wachstumsmodell ge­ben muss. Grünes Wachstum soll mithilfe neuer Technologien und gezielter staatlicher Eingriffe fossil und nuklear basiertes Wachs­tum ablösen. Soziale und ökologische Verteilungs­fragen finden dagegen kaum Eingang in diese Kon­zepte.

Thomas Fatheuer wird einerseits die Notwendigkeit einer Änderung der Wirtschaftsformen in den Industrieländern und andererseits die Möglichkeiten, aber auch die Grenzen der Konzepte der Grünen Ökonomie aufzeigen. Dabei kann es keine ausschließlich nationale Betrachtungsweise geben, d.h. Grüne Ökonomie muss weltweit gedacht werden. Auch Alternativen sollen ggf. zur Sprache kommen sowie Antworten darauf, was wir BürgerInnen tun können, um diesen Prozess zu unterstützen.

Laut Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) ist der Übergang zu einer sozial-ökologi­schen Marktwirtschaft dann zu schaffen, wenn bis 2050 jährlich 2% des weltweiten Bruttoinlands­produkts (BIP) in den ökologischen Wandel von Schlüsselsektoren investiert werden.Die Schadens­behebung der Auswirkungen des Kli­mawandels kommt erheblich teurer.
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