SPD Bundestagsabgeordnete haben Rentenpaket bei der ver.di Mitgliederversammlung vorgestellt und Forderungen der Gewerkschafter zur langfristigen Sicherung der Renten mitbekommen.

v.l.n.r.: Reinhard Nold, Dirk Kühn, Martina Buchheim, Michael Scharf, Marlies Schröder, Richard Pustelnik, Rüdiger Biallas, Andreas Reinholz, Uwe Bartel, Bastian Heuer, Klaus Steinhaus, Hasan Yalti, Hüseyin Yalti, Klaus Steinhaus, Klaus Bittner, Dunja Borges, Helga Laube-Hoffmann
 
ver.di OV Vorsitzender: Reinhard Nold bei der Begrüßung
Mehr als 80 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter waren der Einladung des ver.di-Ortsvereins Lehrte/Sehnde zu einer Mitgliederversammlung gefolgt. Zunächst berichtete der Ortsvereinsvorsitzende Reinhard Nold über die zahlreichen Aktivitäten seit der Wahl vor vier Jahren.

Aufgelockert durch eine Bildpräsentation wurden die wesentlichen Veranstaltungen und Aktionen in Erinnerung gerufen. Neben der Beteiligung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft an der DGB-Veranstaltung zum 1. Mai nahmen die ver.di Mitglieder aus Lehrte und Sehnde an Demonstrationen in Lehrte und Hannover teil. Auch von den Entlassungen beim Firma Charles Vögele und der damit verbundenen Einmischung des ver.di Ortsvereins wurde berichte. Besonders die Aktionen mit örtlichem Bezug, wie die jährliche Informations- und Geschenkverteilung am Tag der Einschulung und die Aktion zur Unterstützung der Betriebsratswahlen sowie die Aktionen „Gegen Rechts“ machten deutlich, wo die Schwerpunkte der gewerkschaftlichen Arbeit eines Ortsvereins liegen.

Nach diesem umfangreichen Tätigkeitsbericht fiel es den Teilnehmern der Versammlung leicht, dem bisherigen Vorstand für seine Arbeit zu danken und ihm einstimmig die Entlastung auszusprechen.

Die nachfolgende Wahl des neuen Vorstands ging schnell über die Bühne. Neben 13 wiedergewählten Mitgliedern des bisherigen Vorstands wurden 4 neue Kolleginnen und Kollegen hinzu gewählt.

Für die langjährige Zugehörigkeit zur Gewerkschaft wurden 21 Kolleginnen und Kollegen geehrt. Auf die 60jährige Mitgliedschaft von Fritz Pommeranz sowie die 50jährige Mitgliedschaft von Heinz-Wolfgang Öpping, Ralf Spangenberg aus Lehrte und Klaus Scheler aus Sehnde ging der bisherige und auch künftige Vorsitzende des ver.di-Ortsvereins, Reinhard Nold besonders ein. Die langjährigen Mitglieder konnten persönlich die Urkunde und den Applaus der Teilnehmer in Empfang nehmen.

Richtig Interessant wurde es, als die Bundestagsabgeordneten Kerstin Tack (SPD), die auch Mitglied des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales ist, unter der Überschrift „Renten Paket“ über die Regierungsentscheidungen zur Veränderung der Rentenversicherung referierte. Im Mittelpunkt stand
der abschlagsfreie Renteneintritt nach 45 Rentenbeitragsjahren, die Mütterrente und die Erhöhung der Erwerbsminderungsrente. Der Wahlkreisabgeordnete Matthias Miersch (MdB/SPD) wertete das neue Rentengesetz als positive Entwicklung, bei dem auch gewerkschaftliche Forderungen mit umgesetzt wurden. Reinhard Nold bestätigte die Verbesserungen forderte aber eine weitere Verbesserung der Rentensituation. Um die Situation der Rentenhöhe anschaulich darzustellen führte Nold folgendes aus:

„Um einen Rentenpunk (Basisgröße zu Berechnung der Rente, 1 Rentenpunkt = 28,61 €) zu erhalten muss ein Arbeitnehmer ein Jahresbruttoeinkommen von ca. 34.000,00 € erarbeiten. Dies entspricht einem Monatseinkommen bei Vollzeit von 2.833,00 € oder einem Stundenlohn von 16,86 €. Geht man von dem genannten Durchschnittsverdienst und 40 ununterbrochene Rentenbeitragsjahre aus, so kann man am Ende mit einer monatliche Rente von 1144,40 € rechnen. Von der noch die anteiligen Beiträge für die Pflege- und Krankenversicherung abgehen. Diese Rente reicht nicht zum Leben, zumal der Rentenverlauf bei dem Beispiel noch recht positiv angesetzt ist.“ Um die Altersarmut in Zukunft zu verhindern, fordern die Gewerkschafter eine Bürgerversicherung in die alle, auch Anwälte, Abgeordnete, Beamte und Freiberufler einzahlen.

Zusammenfassend betonte der Ortsvereinsvorsitzende, gegenüber den Gästen aus dem Bundestag: „Das Wichtigste an einer solchen Veranstaltung ist, dass ihr als Bundestagsabgeordnete hört, wie die Politik an der Basis ankommt und was hier dazu diskutiert wird. Wir erwarten, dass ihr dies mit nach Berlin nehmt!“
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