Das klingt erst einmal verdächtig. Die Verwaltung hat dafür aber auch einige Argumente: Seit 1992 wurden die Sätze nicht mehr verändert. Und: Auch nach einer Erhöhung würde Sehnde noch unter dem von einer Kommission des niedersächsischen Innenministeriums empfohlenen Bezahlung liegen. „Man sieht zunehmend, wie sehr die Ratsmitglieder gefordert sind und wie dies zu Lasten ihres Portemonnaies geht, etwa durch Herumtelefonieren, den Kauf von Büchern und Fahrten mit dem Auto“, sagt Sehndes Verwaltungsvize Rolf Steinhoff.
Die Kommission des Innenministeriums empfiehlt, dass bei 30.000-Einwohner-Städten, die monatliche Aufwandsentschädigung nicht mehr als 240 Euro betragen sollte. Sehnde hat 24.000 Einwohner, dürfte also ganz grob etwa 190 Euro pro Monat zahlen. Nach der Erhöhung läge die Pauschale in Sehnde bei 170 Euro. Die Verwaltung dort hat unter anderem vor, die monatliche Grundpauschale von 69 auf 90 Euro anzuheben. Zum Vergleich: Die 43.000-Einwohnerstadt Lehrte zahlt Ratspolitikern eine Grundpauschale von 150 Euro plus Sitzungsgeld und kommt so auf rund 230 Euro pro Monat.
Was denkt Ihr? Muss für Kommunalpolitiker mehr ausgegeben werden? Bekommt man vielleicht nur so gute Leute in den Rat?
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