GRÜNE Lehrte: Biogasanlage Immensen entspricht nicht den Mindestanforderungen!
Die Grüne Fraktion im Rat der Stadt Lehrte spricht sich gegen die Konzeption der geplanten Biogasanlage am Ortseingang von Immensen aus.
Biogasanlagen sind grundsätzlich ein Beitrag zum Klimaschutz und zu einer CO2-neutralen Energiegewinnung. „Allerdings müssen sie dann auch gewissen Standards unterliegen, die hier nicht erfüllt sind“, so Ronald Schütz, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Stadt Lehrte.
Das Anliegen des Betreibers zu 80% Mais als Gärsubstrat zu verwenden hat nachteilige Folgen für den Naturhaushalt und das Landschaftsbild. Nach Auffassung der Grünen darf dieser Anteil maximal 30% betragen. Der Rest muss aus Gras und Abfall aus der Landschaftspflege erfolgen. „Außerdem ist für den 30%-Anteil eine dreigliedrige Fruchtfolge einzuhalten“, so Schütz, „da nur so eine positive Humusbilanz in der Landwirtschaft garantiert ist.“
„Das einseitige Setzen auf den Maisanbau führt nicht zur Nachhaltigkeit solcher Anlagen und ist kein Beitrag für eine lebendige Kulturlandschaft“, erläutert Michèle Kahl, Grünes Mitglied im Bauausschuss. „Positiv zu beurteilen ist auf jeden Fall das angedachte Nahwärmekonzept für die Anlage.“
Biogasanlagen nach den bereits vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) getroffenen Vereinbarungen mit Betreibern in Walle (Landkreis Osnabrück) sind beispielhaft auch für die Region Hannover. Nur durch einen frühzeitigen Dialog von Betreibenden, Anwohnerschaft und Politik kann es zu einer neuen Form der Partnerschaft von LandwirtInnen und den DorfbewohnerInnen kommen. „Das ist in Immensen verpasst worden“, so die Grünen im Lehrter Stadtrat.

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