Lehrte: Bürgerinitiative Immensen | Wieder zu meinem Lieblingsthema der "Biogasanlage im SW der Ortschaft Immensen".
Wie so viele war auch ich bei der Versammlung der BI im Gasthaus Scheuer, dann wurde es aber sehr still um die selbsternannte Bürgerinitiative... Anscheinend war das die Zeit, die die Jungs und Mädels um die Bürgerinitiative brauchten um sich zu formieren.
Frei nach der S PD: "Der Widerstand formiert sich."
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Ja Peter Lichtenstein aus Lehrte,
gut entdeckt.
Aber die Jungs und Mädels waren nicht untätig. :-)
Es gibt ordentlich Schriftverkehr mit der Stadt Lehrte und mit der Verwaltung.
Demnächst berichten wir auf der Seite www.bi-immensen.de davon.
Du darfst Dich auch gerne in das Kontaktformular der Bürgerinitiative Immensen eintragen.
Mfg
Bodo Kutzke
Das ist so nicht richtig! - Wir sind alle für eine Biogasanlage, jedoch nicht im Süd-Westen des Ortes.
Der Betreiber hat selbst bestätigt, dass dies die Hauptwindrichtung ist. Er ist ebenfalls im Besitz von Grundstücken im Norden, sodass eine Verlegung eigentlich kein Problem wäre. Sein Standpunkt ist aber das der Standort im Süd-Westen wesentlich lukrativer ist, da hier die Leitungslängen erheblich kürzer sind... Wie sie sehen geht es hier nur um Geschäftemacherei nicht um den Öko Gedanken.
Weiterhin wird die Biogasanlage zum größten Teil mit Mais (Silage - Gärfutter) betrieben, Gülle wird nur in Kleinstmengen verwendet, sodass wir zusätzlich mit einer Monokultur konfrontiert werden.
Was bedeutet Mais-Monokultur: Ratten und Wildschweine, diese verdrängen im schlimmsten Fall andere Arten und was große Rattenpopulationen verursachen können sollte jeder wissen. D.h. die Ratten müssen im großen Stil mit Gift bekämpft werden, was aber gar nicht so leicht ist, da die kleinen Nager sich sehr schnell an Umwelteinflüsse anpassen.
Biogasanlagen sind ein wichtiger Beitrag für den Energie-Mix, aber nur wenn man Biogasanlagen auch auf ökologische Weise betreibt, was hier leider nicht der Fall sein wird.
Nachzulesen in folgenden Dokumenten: http://www.fwg-lehrte.de/presse/11-dokumente-bioga...
@Andreas: ...erst über die lokalen Gegebenheiten informieren, dann urteilen! Nachplappern, was die Medien und Parteien verbreiten sollte vermieden werden, Stichwort: Wutbürger (Beipiel einer Werbekampagne der C D U: http://www.die-dagegen-partei.de/) Es gibt Dinge die müssen gegen den Willen des Volkes entschieden werden, wenn es aber Alternativen gibt ist es falsch und sträflich diese durchzusetzen.
der BI Immensen geht es lediglich um den Standort, nicht im eine Bio Gas Anlage als solche. Wir sind auch für Strom der nicht aus Kernenergie kommt.
Aber ein Standort in unmittelbarer Nähe des Dorfes, der dazu noch in der
Hauptwindrichtung liegt, ist für uns nicht akzeptabel.
> "Das ist so nicht richtig! - Wir sind alle für eine Biogasanlage, jedoch nicht im Süd-Westen des Ortes."
Na, genau das ist doch das Sankt-Florian-Prinzip ;)
> "Sein Standpunkt ist aber das der Standort im Süd-Westen wesentlich lukrativer ist, da hier die Leitungslängen erheblich kürzer sind... Wie sie sehen geht es hier nur um Geschäftemacherei nicht um den Öko Gedanken."
Öko IST "Geschäftemacherei". Es unternimmt doch niemand etwas in der Ökobranche OHNE einen Profit zu machen. Nicht mal Otto Normal würde sich sein Solarspielzeug auf das Reihenhausdach pappen, wenn ihm nicht per Subvention&Co satte Profite garantiert würden ;)
> "sodass wir zusätzlich mit einer Monokultur konfrontiert werden"
Wir haben grad in der Öko-Biomasse-Produktion immer mehr Monokulturen - egal ob das nun Raps-, Mais- oder als "Wald" bezeichnete Holz-Plantagen sind.
Und das hat die Ökobewegung bisher gewünscht und bejubelt.
Warum Ratten von dem ollen, eher ungenießbaren Öko-Biomasse-Mais angelockt werden sollten, ist mir nicht ganz klar - da haben sie garantiert im Dorf verlockendere Quellen.
Und Wildschweine sind Wildschweine - was ist an denen schlimm?
> "Biogasanlagen sind ein wichtiger Beitrag für den Energie-Mix, aber nur wenn man Biogasanlagen auch auf ökologische Weise betreibt"
Biogas ist die einzige brauchbare Öko-Alternative, die AKWs ersetzen könnte.
Und was ist an nachwachsender Biomasse nicht ökologisch?
Dass alles auch Nachteile hat, sollte inzwischen jeder wissen.
> " Nachplappern, was die Medien und Parteien verbreiten sollte vermieden werden, Stichwort: Wutbürger"
Nö, ich gehöre nicht zu den sogenannten Wutbürgern, die alles nachplappern. Ich versuche die Dinge zu hinterfragen. Und ich bin Realist und weiß, dass alles mehr als nur eine Seite hat.
Und? So falsch ist der Vorwurf nicht. Grad was Öko-Energie betrifft, sind die Ökos/Grünen zwar immer sehr laut, was das Propagieren betrifft, aber wenn dann die notwendigen Anlagen (Leitungen, Stauseen/Pumpspeicher, Umspannwerke, etc.) gebaut werden müssten und sollen, sind sie lokal dagegen und verhindern oft selbst die grüne Energie.
> "der BI Immensen geht es lediglich um den Standort, nicht im eine Bio Gas Anlage als solche. Wir sind auch für Strom der nicht aus Kernenergie kommt.
Aber ein Standort in unmittelbarer Nähe des Dorfes, der dazu noch in der
Hauptwindrichtung liegt, ist für uns nicht akzeptabel."
Wie gesagt: genau das IST das Sankt-Florian-Prinzip ;)
Ich habe ja nichts dagegen, wenn sich Bürger gegen die Anlagen der Ökoindustrie wehren (ich finde die Verspargelung inzwischen auch zum Kotzen) aber man muss schon zugeben, dass man da kontraproduktiv ist, was die Umstellung auf Ökoenergie betrifft.
@Andreas: Biogas ist die einzige brauchbare Öko-Alternative, die AKWs ersetzen könnte... - Ja, nee ist klar und Schweine können fliegen. Wo warst Du die letzten 10-15 Jahre? Oder bekommst Du Dein Geld mtl. von einem EVU? ;-)
Mir scheint Du hast die Entwicklung der Dünnschichtsolarzellen, der Windkraftwerke etc. nicht mitbekommen...
Eine organische Besichtung von z.B. Fensterscheiben und anderen Oberflächen wie Fassaden steht bereits in den Startlöchern. Diese Variante um aus Sonnenlicht Strom zu erzeugen ist günstig und nicht abhängig von Rohstoffen wie seltenen Erden, zu dem kann sie großflächig eingesetzt werden.
Ich halte es für vermessen zu sagen, dass Biogasanlagen die EINZIGE Möglichkeit sind, um AKWs zu ersetzen. - Wie ich bereits oben schrieb sind sie eine sinnvolle Ergänzung im Energie-Mix, aber der Fokus sollte niemals allein auf einer Technologie ruhen.
Hallo Ihr Beiden ,
leider ist Eure Diskussion reichlich akademisch ohne viel Nutzeffekt. KKW`s liefern eine nachhaltige Grundversorgung mit Strom und sorgen für die Stabilität des Stromnetzes. Sie können also nur durch nachhaltige ökologische Energien ersetzt werden. Das sind zur Zeit Wasserkraft, Biomasse und Geothermie. Windkraft und Photovoltaik ist zur kurz-oder mittelfristigen Energieversorgung einsetzbar. Verräterisch ist die Aussage von Herrn Vahrenholt (RWE) , daß man mit diesen Energiearten kein Stromnetz hochfahren kann. Das liegt an der mangelnden Stabilität der eingespeisten Spannung. Lastverteilungsinmgenieure kriegen immer Bauchgrimmen , wenn der Windstromanteil zu hoch wird. Dann ist das Risiko von Frequenzschwankungen besonders hoch. Daraus können Interferrenzen entstehen. Heißt schlicht Aus- löschung des Stronflusses und Kurzschluß. Beispiel von Fresnell: Licht + Licht = Dunkelheit. Also keine rosigen Aussichten.Siehe auch den "Blackout" vor zwei Jahren in Norddeutschland , der Kraftwerke bis Südspanien vom Netz genommen hat. Wir dürfen nicht kleinkariert allein das deutsche Netz betrachten , sondern müssen europaweit denken!
> "Mir scheint Du hast die Entwicklung der Dünnschichtsolarzellen, der Windkraftwerke etc. nicht mitbekommen..."
Mir scheint, du hast nicht mitbekommen, was man für ein stabiles Netz braucht (siehe auch Ulrichst Einwurf) und dass Wind und Sonne unzuverlässig sind und deshalb ohne Speicher (Pumpspeicher/Stauseen) nur schlecht nutzbar sind.
> "Ich halte es für vermessen zu sagen, dass Biogasanlagen die EINZIGE Möglichkeit sind, um AKWs zu ersetzen"
Die einzig BRAUCHBARE Alternative, ja. Warum: S.o.
> "Oder bekommst Du Dein Geld mtl. von einem EVU?"
Nö, aber ich muss über Steuern und Stromrechnung permanent die garantierten und schon fast unanständigen Profite für die Öko-Energieerzeugerunternehmen (vom großen Biogaskraftwerk bis zum Solarzellen-auf-Reihenhausdach-Betreiber) blechen.
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