Lehrter Chöre stimmen auf Weihnachten ein

Das „ensemble vis-á-vis“ sang dieses Jahr mit Orgelbegleitung von der Empore der Matthäuskirche (Foto: Birgit Schumann)
Lehrte: ensemble vis-à-vis |

Glänzende Augen beim Adventssingen

Wieder hat der Lehrter Männerchor ein wunderbares Konzert zum 3. Advent auf die Beine gestellt. In dem musikalisch abwechslungsreichen Programm war sicher für jeden Geschmack etwas dabei, aber auch die Gesamtheit konnte überzeugen. In diesem Jahr zeigte das Adventssingen Lehrter Chöre einige Besonderheiten, die dem Traditionsereignis gut bekommen sind. Teils neue Klänge brachte „Cantus gaudium“ aus Aligse mit, die erstmals beim Adventssingen dabei waren und mit einigen moderneren Kompositionen in aller Ruhe teilweise aufregende Harmonien, aber auch Gospel darboten. Mehr der Tradition verpflichtet, gaben sich die Sänger des Lehrter Männerchores gut aufgelegt und brachten ebenfalls unterschiedliche Genres zu Gehör. Wunderbar war es, zu hören wie schön sich der erst 2013 neu gegründete Frauenchor der „Neuen Liedertafel Lehrte“ entwickelt hat. Obwohl so gut bekannt, konnten die Frauen mit dem glasklaren Klang ihres „Dona nobis pacem“-Kanons dem einen oder anderen Zuhörer ein erstes Tränchen entlocken. Ein zweites oder auch drittes gab es dann sicher beim „ensemble vis-à-vis“. Nach dem feinfühlig bis machtvoll vorgetragenen, siebenstimmigen Weihnachtskanon, komponiert von Chorleiter Jürgen Tippe, fiel das 14-köpfige a-cappella-Ensemble aus der Rolle und sang mit Orgelbegleitung Giovanni Batista Graziolis freudiges „Laudate Dominum“. Abwechselnd kraftvoll und verhalten erklang dann, wieder nur gesungen, der Schlußchor „Tollite hostias“ aus Camille Saint-Saëns‘ Weihnachtsmesse. Den glanzvollen Schluss des diesjährigen Adventssingens bot das Ensemble mit Brahms‘ „geistlichem Lied op. 30“, ideal gerahmt von Renate Mainusch-Koschorrek an der Orgel. Wer dem Stück, wie eine Zuhörerin erzählte, und wie es in der Presse vorab empfohlen worden war, mit geschlossenen Augen lauschte, konnte der Rührung, die der wieder Mal hochklassige Gesang des Ensembles verbreitete, nicht entgehen. Damit klang das Adventssingen angemessen aus und das Publikum konnte sich, nach einem kraftvollen Vorspiel, beim gemeinsamen Singen von „Oh, du fröhliche“ aus der adventlichen Stimmung lösen und auf den Weihnachtsmarkt vor den Kirchentoren einstellen.
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