Künstlerei Lehrte, "Unsere kleine Stadt", Teil 1
Unsere kleine Stadt, von Thornton Wilder, hieß das Theaterstück, dass ich mir zu Beginn der 60er Jahre im Stadttheater Ingolstadt ansah.
Seit dieser Zeit gehört es immer wieder zu meinem Alltag dazu.
Wie oft habe ich darüber geschrieben und wie oft habe ich mich beim zeichnen alter Häuser oder Dorfszenen in diesem Stück „rein geträumt“.
Nun beschäftige ich ja auch seit Jahren mit der Darstellung von Häusern oder Straßenszenen meiner Heimatstadt Lehrte.
Wie oft aber auch habe ich mich darüber geärgert, wie die Stadt mit der eigenen „Baugeschichte“ umging.
Vor ca. 40 Jahren kam ich nach Lehrte und wie es so ist, verändert sich so eine Stadt natürlich auch im Laufe dieser Jahrzehnte. In Lehrte jedoch lernte ich sehr schnell die zwei Symbole der Stadt kennen.
Zum einen die Zuckerrübe und zum anderen die „Abrissbirne“!
Gebäude wurden als baufällig „gebrandmarkt“ und abgerissen, ohne das „ein Hahn danach krähte“.
Das alte Gewerkschaftshaus in der Burgdorfer Straße spielte eine solch bedeutende Rolle im Widerstand gegen den Nazi-Terror.
Die A2 Raststätte am „Lehrter See“!
Erst beim Abriss der Gebäude in der Burgdorfer Straße 19 u. 21 gab es den ersten Erfolg, das „Gesicht der Stadt“ zu wahren.
Gut, ich höre schon auf denn eigentlich wollte ich nur meine alte/neue Serie von Zeichnungen aus der Stadt vorstellen.
Es sind in der Zwischenzeit ca. 70 Zeichnungen und Skizzen im Format A4, mit Aquarell-Farben koloriert, entstanden. Zähle ich noch die Serien, wie z.B. „Gnadenhof“, „Garten“ oder „Zapfhahn“, sind es einige hundert.
Die Ursache dieser frühmorgendlichen Tätigkeit sind mein gestörtes Schlafverständnis, gepaart mit meiner beruflichen Vergangenheit in der „Architekturerei“ (in meinen Fingern befinden sich eingebaute Bleistiftspitzen)
So, jetzt ist aber endgültig Schluss, …… Schluss!
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