Klares Signal gegen sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen

BU: (v.l.n.r.) Anja Gralla, Linda Gralla, Martin Gralla, Referent Malte-Frederic Lischke (Bistum Hildesheim) und David Gralla diskutieren ein Fallbeispiel während ihrer Gruppenarbeit.

Haupt- und Ehrenamtliche der katholischen St.-Bernward-Kirchengemeinde absolvieren Präventionskurs


LEHRTE. Augen auf! Hinschauen und schützen! Unter diesem Motto fanden in den letzten Wochen gleich mehrere Fortbildungsveranstaltungen für Ehrenamtliche in der katholischen Pfarrgemeinde St. Bernward, Lehrte, statt. Thematisch ging es um Prävention von sexualisierter Gewalt an Minderjährigen und erwachsenen Schutzbefohlenen. „Wir setzen klare Signale gegen jeden Missbrauch von Kindern und Jugendlichen und bauen auf eine Präventivkultur des Hinschauens, um so schon frühzeitig mögliche Gefährdungspotenziale und Schwachstellen zu erkennen. Es ist uns wichtig, dass Kinder und Jugendliche sich weiterhin in allen Bereichen und Einrichtungen unserer Kirche sicher fühlen“, erklärt Pfarrer Roman Blasikiewicz.

Als Referent kam Malte-Frederic Lischke vom Bistum Hildesheim zu den insgesamt 28 Ehrenamtlichen der St.-Bernward-Gemeinde, die bisher den sechsstündigen Kurs besuchten. Inhaltlich mussten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Kindeswohlgefährdung, Formen sexueller Gewalt, Schutz- und Risikofaktoren, Täterstrategien und Handlungsrichtlinien befassen und zudem auch Gruppenarbeiten mit Fallbeispielen durchführen. „Ich habe an diesem Tag gelernt wie wichtig es ist, hinzuschauen und zuzuhören, aber auch nicht jeden gleich unter Pauschalverdacht zu stellen“ berichtet David Gralla, der sich in der Jugendarbeit der Gemeinde engagiert.

Im Jahre 2010 wurden zahlreiche Fälle sexuellen Missbrauchs durch Geistliche und Mitarbeiter der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. In der Folge haben die deutschen Bistümer ihre Leitlinien zur Prävention des Kindesmissbrauchs überarbeitet und Strategien zur Prävention des Missbrauchs entworfen. So auch das Bistum Hildesheim. Seit knapp zwei Jahren werden alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit von Pfarrgemeinden, Schulen, Bildungshäusern und Einrichtungen geschult, um Kinder und Jugendliche besser vor sexuellem Missbrauch schützen zu können.
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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Anzeiger | Erschienen am 14.11.2014
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