Glanzvolles Adventssingen der Lehrter Chöre

Noch größeren Andrang als sonst gab es beim Adventssingen, bei dem diesmal nicht nur die Kirche sondern auch der Altarraum komplett gefüllt waren (Foto: P. Eller/C. Schumann)
Lehrte: Matthäuskirche am Lehrter Markt |

Projektchor liefert imposanten Abschluss der Musikjahres in Lehrte


Im Frühjahr wurde der Startschuss des Chorprojektes für das traditionelle Adventssingen der Lehrter Chöre am 3. Advent in der Matthäuskirche gegeben. Bei seinem großartigen Auftritt rührte der Projektchor zusammen mit Streichern des Lehrter Kammerorchesters die Zuhörer zu Tränen.
Seit langen Jahren schon ist die Kirche mit 450 Plätzen an der Grenze ihres Fassungsvermögens, wenn sich Lehrter Chöre am dritten Advent mit weihnachtlichem Programm präsentieren. Auch in diesem Jahr mussten denn wieder leider diverse Interessenten wegen Überfüllung abgewiesen werden. Eine derartige regelmäßige Veranstaltung ist keineswegs selbstverständlich, denn die Chöre wenden erhebliche Mühen auf, hier ein speziell weihnachtliches Programm zu bieten und andere musikalische Ziele zurück zu stellen. Noch weniger selbstverständlich war es in diesem Jahr, dass sich derartig viele in einem Projektchor zusammenfanden, um ein ganz besonderes Programm gestalten zu können. Die an dem Projekt beteiligten Chöre Querliedein, Tria musica, Lehrter Männerchor und „ensemble vis-à-vis“ studierten nicht nur, wie üblich, einige eigene Lieder ein, sondern erarbeiteten sich zusätzlich eine Messe einschließlich Orchesterbegleitung.
Nach dem üblichen Liederprogramm der einzelnen Chöre, wurde die Pastoralmesse op. 110 von Ignaz Reimann aufgeführt, die auch Christkindlmesse genannt wird. Vereint in einem großen Projektchor gestalteten etwa 100 Sängerinnen und Sänger aus vier Lehrter Chören sowie diverse Mitglieder anderer Chöre, zusammen mit Streichern des Lehrter Kammerorchesters, die zweite Hälfte des Adventssingens. Die Organisation dieses Chorprojektes hat Jürgen Tippe, nach außen hin gelassen, geleitet, unterstützt vor allem von Julia Constien, Dr. Christian Schumann (ensemble vis-à-vis) und Klaus Wolf (Lehrter Männerchor). Charmant und witzig verstand Tippe es auch, aus den vielen Singenden einen geschlossen wirkenden Chor zu formen.
Dieses eher unbekannte Werk war eine ideale Wahl für dieses Projekt. Gleichermaßen eindrucksvoll wie gefühlvoll waren die eingängigen und romantischen Melodien dieser kurzen Messe. Erstaunlich gut war die Einheitlichkeit, mit der diese buntgemischte Sängerschar das Werk darbot. Die große Freude aller, an diesem Ereignis teilhaben zu können, war offensichtlich, das Strahlen der Gesichter der Aktiven wie auch des Publikums am Schluss nur zu gut verständlich. „Imposant, grandios, zum Heulen schön“ lauteten einige der Kommentare, die besonders auch hervorhoben, wie gut es gelungen sei, diese so verschiedenen Chöre zu einer solch guten Einheit zusammen zu bringen. Anhaltender Applaus im Stehen. Gratulation an alle!
Und so war es nicht verwunderlich, bei der Kollekte am Ausgang zugunsten der Orgelrestaurierung manchen, auch größeren Schein zu sehen. Eine Wiederholung dieser Messe fände sicher viele Interessenten.
1
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.