35 Jahre Frauenselbsthilfegruppe nach Krebs in Lehrte

Lehrte: Speisesaal Klinikum | Ein besonderes Jahr liegt hinter der Lehrter Gruppe der Frauenselbsthilfe nach Krebs:
Es sind 35 Jahre seit der Gründung vergangen. In diesem Jubiläumsjahr wurde bei jedem Gruppentreffen von Referenten jeweils ein wichtiges Thema behandelt, z.B. im Januar der familiäre Brust- und Eierstockkrebs. Im Juni war es die spirituelle Krankheitsbewältigung, im Juli "Zeiten des Umbruchs" - die Bewältigung von Schmerz und Trauer, wie eine schwere Krankheit sie mit sich bringt. Im August folgten wichtige Tips zur Ernährung, im September zum Thema Depressionen und zum Umgang mit Ängsten und Unsicherheiten. Im Oktober haben wir uns durch die Unabhängige Patientenberatung umfassend über Patientenrechte informieren lassen.

Am 1. Oktober, dem Lucia-Tag, gedachten wir wie in jedem Jahr bei einer Andacht in der Nikolauskirche der vielen Frauen, die an Brustkrebs gestorben sind - in diesem Jahr waren es 47 an jedem, wirklich an jedem, Tag nur hier in Deutschland - weltweit also eine riesige Anzahl!

Es stand aber auch Unterhaltsames auf dem Programm: im Februar hieß es "Ein fröhliches Herz ist die beste Arznei". Im März entführte uns ein Märchenerzähler ins Land der Phantasie, im Juni trafen wir uns zum Spargelessen. Im Mai und im November war unsere geschätzte, begleitende Ärztin, die gynäkologische Onkologin Frau Dr. Iris Schrader bei uns, beantwortete unsere Fragen und berichtete über Neues aus der Forschung. Sie hat dankenswerter Weise diese Aufgabe von Herrn Dr. Ludwig Rauscher übernommen, der unsere Gruppe im Jahr 1979 ins Leben gerufen hat. Er wollte den erkrankten Frauen vermitteln, dass es trotz der Diagnose Krebs, trotz belastender Therapien ein ausgefülltes Leben geben kann und dass sich in der Gemeinschaft mit gleichartig Betroffenen der Blickwinkel verändert und Zuversicht einstellt.

Clemens Bittlinger hat in seinem Lied "Manchmal" im Refrain zum Ausdruck gebracht, was unsere Arbeit so wertvoll macht:

Manchmal braucht man einen, der mit einem geht.
Manchmal braucht man einen, der einen versteht.
Manchmal finden wir alleine nicht den Weg zurück,
manchmal braucht man eine Hand zum Glück.

Den Schlusspunkt und gleichzeitig das Highlight in unserem Jubiläumsjahr setzte der Besuch des GOP in Hannover. Wir haben gestaunt und viel gelacht, anschließend auch gut gegessen und für einige Stunden alle Ängste hinter uns gelassen.

Die Treffen mit Gesprächen und Vorträgen an werden auch weiterhin am letzten Mittwoch jeden Monats um 15.30 Uhr im Speisesaal des Klinikums Lehrte stattfinden. Wir hoffen auf viele weitere Jahre in unserer schönen Gemeinschaft.
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