Lehrte:"Der Zug der Erinnerungen", Späte Aufklärung, aber wichtig für die Jugend.
Lehrte: Bahnhof . | Jahrzehntelang nach dem Krieg wurde der Völkermord verschwiegen.
Die Schuld wurde verdrängt, kaum einer wollte sich erinnern.
Viele hatten mitgekriegt, was mit ihren Nachbarn geschah,
als sie aus den Wohnungen gezerrt und verschleppt wurden.
Ihr Eigentum wurde ihnen genommen, ihre Geschäfte zerstört.
Sie galten als unwertes Leben. Große Firmen bedienten sich ihrer
Arbeitskraft , wer krank wurde, kam in den Osten in ein KZ.
Nun kam der Zug der Erinnerungen, ein zweites Mal nach Lehrte.
Fast 20. neunte Klassen und erneut Tausende von Lehrter Bürgern
besichtigten ihn. Der Gewerkschaftsbund, die Dokumentationsstätte
Sievershausen und der Präventationsrat Lehrte hatten zur Besichtigung
eingeladen. Reinhard Nold, Lehrter DGB-Ortskartellvorsitzender
erklärte vielen Besuchern, die von Lehrter Volks- und Realschülern,
auch mit Hilfe einer Hannoverschen Schule, erstellten Plakate
über die vielen Stellen in Lehrte, wo sich einmal Sammelplätze,
für "Fremdarbeiter und für die zu deportierenden Juden befanden.
Diese wurden in Lehrte auch kahl geschoren und entlaust.
In die Deportationen gerieten auch Tausende von Sinti und Roma,
Die gleichfalls in dem Zug erwähnt und gezeigt, werden.
Die Geschichte der Deportationen, von weit über 1. Millionen
Kindern und Jugendlichen in den Osten ist in der Ausstellung
in beispielhaften Biographien nacherzählt.
Einige Der Dokumente bringe ich hier mit Erlaubnis der Ausstellungsleitung.
Es ist schon wichtig, dass sich Menschen mit der Vergangenheit beschäftigen und dann hoffentlich daraus lernen.
Jürgen, gut dass Du hier einige Fotos zeigst, vor allem für die, die nicht zu dieser Ausstellung hingehen konnten oder wollten.
Bild Nr.18 ist besonders erschütternd und davon gab es ja etliche. Und gerade solche Bilder haben mich blockiert, und KONNTE das nicht fotografieren.
Wo war Gott?!
@Gabriele, Gab es Gott bei allen Völkermorden auf der Welt, selbst durch die Kirchen, seit Tausenden von Jahren wirklich, oder hat er uns als "Fehlentwicklung", längst aufgegeben?
Wir hatten in der Schule schon viel von unserer Lehrerin über die Greuel erzählt bekommen und auch in meiner Familie wurde darüber gesprochen und oft stundenlang über die Zeit erzählt. Auch über den Krieg. Alle sprachen mit Entsetzen darüber und gaben mir auch ehrliche Antworten auf meine Fragen.
Immer noch wird die Schuld verdrängt und sich Augen, Ohren und Mund zugehalten wenn es um den Völkermord geht. Und wie Gabriele sagt gibt es Menschen, welche nicht zu der Austellung gehen wollen. Ich finde dieses Verhalten unglaublich schlimm.
..zu meiner Jugendzeit wurde alles totgeschwiegen. Ich finde auch, daß man diese Greuel immer wieder ins Gedächtnis rufen muss.
W.
Ich wollte das gleiche schreiben wie Gabriele Friedrich, wo war Gott? LG
Ich war auch gestern in der Ausstellung (siehe bei mir im Profil), der Verein und seine vielen Helfer tuen sehr viel, dass wir Deutschen dieses Kapitel nicht vergessen.
@ Gisela:
Dass viele von solchen Ausstellungen oder ähnlichen Veranstaltungen nichts mehr hören und sehen wollen, liegt am zwiespältigen Empfinden, hervorgerufen durch die jüngste Geschichte Israels.
Die beiden Kommentare zu Deinem Bericht vom 13.11.2009 über den Deutsch-Israelischen- Freundeskreis in Linz drücken diesen Zwiespalt sehr deutlich aus.
Nicht ganz zu Unrecht, meine ich. Hier ist jedoch eine Differenzierung der Hintergründe dringend geboten.
Trotz dieser Irritationen darf nie vergessen werden, was zur NS-Zeit geschehen ist, denn die neuen Nazis mit ihren für viele verlockenden Parolen, und das keineswegs allein in der Bundesrepublik Deutschland, bergen eine große Gefahr, erneut in diese Falle zu tappen.
Wehret den Anfängen - und dazu sind sind eben auch diese Erinnerungsaktionen ein wichtiger Beitrag.
@ Jürgen:
Da tut sich doch gleich die Frage auf, gibt es Gott überhaupt? Aber das ist ein anderes Kapitel.
Fakt bleibt, dass für alles Leid auf dieser Welt, hauptsächlich entstanden durch
Missachtung der Naturgesetze (=Gottes Gebote), der Mensch selbst die Verantwortung trägt.
Und warum verhält er sich so selbstzerstörerisch? Du hast es gesagt: Er ist eine "Fehlentwicklung".
Dein Beitrag finde in dieser Zeit angebracht.
Das hast Du gut gemacht.
Ein Deutscher Schriftsteller hat gesagt " Man soll lernen zu verzeihen, aber nicht zu vergessen "
Darum finde ich sehr richtig, das sowas gibt.
Gruss
Giuliano
Ich danke Allen, für die verständnisvollen Kommentare.
Ich danke auch die 80. Besucher bisher für diesen Bericht.
Aber das ist leider bei my heimat so ."1,5 Millionen Tote, sind hier
leider soviel Aufmerksamkeit wert, wie ein netter Wochenendgruß.
Das ist es, was mich an diesem " 2. Tage-Forum", so stört.
Jeder dumme Beitrag, hat die gleiche Wertung, wie ein Jahrhundert -Ereignis.
Jürgen, Du sagst es.
Sieh auch noch einmal die beiden letzten Sätze von Gisela in ihrem obigen Kommentar. So verhält es sich auch mit einem Bericht darüber.
Das Desinteresse ist wirklich erschreckend!






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