Heiße Rennen auf dem Hohnhorstsee beim MBC Lehrte

Auf der Ideallinie geht es um die Bojen.
 
Das Fahrerlager.
Lehrte: Hohnhorstsee Lehrte | Der Modellbauclub Lehrte e.V. veranstaltete am 10. Mai das 2. Osthannoversche 152VO-Treffen mit Modellrennbooten am Lehrter Hohnhorstsee. Die Boote der Klasse 152VO sind im Maßstab 1:5,2 gehalten und sind je nach Modelltyp zwischen 50 und 70cm lang, wiegen zwischen 1.300 und 2.500g und werden von einem Elektro-Außenbordmotor angetrieben. Die Boote erreichen Geschwindigkeiten bis zu 60km/h.

Zu diesem Treffen reisten Teilnehmer aus allen Himmelrichtungen an, z.B. aus Hamburg, Berlin, Bochum, Fallersleben, Hof (Oberfranken) und der Stadt und Region Hannover. Insgesamt nahmen 16 Fahrer mit 20 Booten teil.

Auf dem Hohnhorstsee wurden acht Bojen aus Schwimmnudeln für den offiziellen Quartermile-Kurs (ein Oval) ausgelegt. Vor dem eigentlichen Rennen mussten die Teilnehmer am „Qualifying“ teilnehmen. Die Qualifizierungsrunde dient dazu, gleich schnelle Boote in gleich starke Gruppen aufzuteilen. Die Endgeschwindigkeit eines Bootes spielt damit keine Rolle. Im Rennen werden die Teilnehmer in ihren Gruppen auf gleich starke Gegner treffen. In diesem Augenblick geht es nicht mehr um den stärksten Motor, sondern nur noch um sichere, kontrollierte Fahrweise auf der Ideallinie. Denn wer eine Kurve falsch erwischt, bei dem wird das nachfolgende Boot vorbeiziehen. Fahrfehler führen somit nicht zum Sieg. Für das „Qualifying“ musste der 3 Runden des Kurses auf Zeit durchfahren werden. Es konnten 2 Läufe gestartet werden, wobei der Beste für die Gruppeneinteilung Berücksichtigung fand. Nach Abschluss des „Qualifyings“ teilte die Rennleitung die Teilnehmer in 4 Gruppen ein.

Die Rundkursrennen führten über 10 Runden und begannen mit einem fliegendem Start. Die Boote warteten vor der Start-/Ziellinie und die Rennleitung startete den Countdown von 60 Sekunden. In dieser Zeit mussten die Boote den Kurs umrunden und erst nach Ablauf die Startlinie überqueren. Dabei galt es die richtige Geschwindigkeit zu wählen um rechtzeitig die Geschwindigkeit zu steigern um zum Startzeitpunkt die Startlinie mit Höchstgeschwindigkeit zu überqueren. Nach erfolgtem Start fuhren die Piloten ihre Boote mit Gischtfontänen der Außenbordmotoren durch den Kurs. Jedem Fahrer wurde ein sog. Tally-Counter zugeteilt, der die gefahrenen Runden zählte, eine verfehlte oder berührte Boje notierte und die Zeit nahm. Für die Teilnehmer war es sehr knifflig ihre Boote auf der Ideallinie durch den Kurs zu fahren, um die beste Zeit herauszuholen. Hier kamen sich leider auch manche Boote zu nahe, die dadurch entsprechende Blessuren davontrugen. Bei einem Teilnehmer ging nach einem Überschlag der Fahrer über Bord. Nach dem eingeleiteten Rettungsmanöver mit dem vereinseigenen Tretboot, konnten Boot und Fahrerfigur – welche ein Bein verlor – wieder geborgen werden. Nicht jedes Rennen konnte erfolgreich beendet werden, auch die Technik versagte manchmal ihren Dienst. Gebrochene Antriebswellen oder verlorengegangene Schiffsschrauben gehörten auch dazu.

Der Teamgeist und der gemeinsame Erfahrungsaustausch sorgten für eine angenehme Atmosphäre unter den Teilnehmern. Gegen Abend verkündete die Rennleitung die Rennergebnisse. Eine Pokalübergabe oder anderes gab es nicht. Es stand vielmehr der Spaß im Vordergrund als ein strenger Wettbewerb.

Wer sich für die Modellrennboote der Klasse 152VO interessiert, ist bei den Schiffsmodellbauern des MBC Lehrte e.V. herzlich willkommen. Die Rennbootfahrer treffen sich jeden Sonnabend, ab 14.00 Uhr am Hohnhorstsee.

Weitere Informationen gibt es unter www.mbc-lehrte.de.
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Werner Szramka aus Lehrte | 13.05.2014 | 18:04  
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