Die Reise nach Rügen (fast eine Bildungsreise ...)

Senioren des Lehrter SV und einige ihrer Freunde auf Rügen

Alle reden über’s Wetter? Aber ja – wir auch! Denn wer kann schon von einem sonnigen Rügenaufenthalt erzählen und einer Schiffsfahrt vor den berühmten Kreidefelsen mit Blitz und Donner, Regen und Wind?

Als Jürgen Müller, Seniorenwart des Lehrter SV, im Mai von seiner Idee sprach, mit den LSV-Senioren nach Rügen zu fahren (ein Angebot der Fa. Grund), sich ein paar Tage auf der Insel umzuschauen und die Störtebeker-Festspiele zu besuchen, war sein Anmeldezettel schnell voll. Einige Nachzügler konnte er noch nachmelden, wieder andere ließen sich auf die Warteliste setzen – leider vergeblich.

An einem sehr frühen Montagmorgen im August fuhren wir los. Erster Programmpunkt war nach einigen Stunden Busfahrt Stralsund. Wir sahen uns ein wenig in der Stadt um und besuchten das Ozeaneum, staunten über die riesigen Aquarien mit den bis zu 30 cm dicken Scheiben, hinter denen in insgesamt sechs Millionen Liter Seewasser unzählige Fische, Krebse, Quallen und sonstige Tiere herumschwammen.

Dann endlich Rügen. Dass Rügen wirklich Deutschlands größte Insel ist, merkten wir schon daran, dass wir vom Rügendamm bis zum Hotel in Sassnitz über eine Stunde brauchten.

Den zweiten Tag verbrachten wir mit einer Rundfahrt von Sassnitz zum Kap Arkona, weiter nach Prora mit dem kilometerlangen Bau, der nach damaligen Plänen 20 000 Menschen als Urlaubs- (oder Erziehungs-)domizil dienen sollte, nie fertiggestellt wurde und heute als zeitgeschichtliches Relikt unter Denkmalschutz steht. Wir schlenderten ein Stückchen den weißen Sandstrand entlang, und dann ging es auch schon weiter nach Binz, dem größten Ostseebad Rügens mit dem mondänen Flair vergangener Zeiten. Die Schiffsfahrt vor den Kreidefelsen sollte der attraktive Abschluss der Rundfahrt werden. Aber die unvermittelt aufziehenden dunklen Wolken, die Blitze über dem Meer, der Regen, der den Horizont nur erahnen, und der Sturm, der das Schiff schaukeln ließ, fanden mehr Aufmerksamkeit als die Kreidefelsen hinter dem fast undurchdringlichen Regenvorhang. Als wir die Anlegestelle wieder erreichten, schien auch die Sonne wieder.

Der dritte Tag stand uns zur freien Verfügung. Einige bummelten den Tag über durch Sassnitz, andere durch Binz. Der Abend gehörte Klaus Störtebeker, bzw. den gleichnamigen Festspielen. Rund 150 Schauspieler (und 30 Pferde) spielten vor einer grandiosen Kulisse und 8 000 Zuschauern.

Die Rückfahrt am Donnerstag dauerte wie die Hinfahrt mit Unterbrechungen und Pausen den ganzen Tag. Bei einem längeren Zwischenstopp in Rostock bummelten wir in kleinen Grüppchen durch die Altstadt und die Geschäftsstraßen, saßen im Sonnenschein in Straßencafés und fühlten uns einfach wohl. Gegen Abend waren wir wieder zu Hause. Unser Busfahrer Manfred hatte uns über 1 200 Kilometer sicher durch Deutschlands Nordosten gefahren.
0

Weiterveröffentlichungen:

Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.Anzeiger | Erschienen am 19.08.2014
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.