Caravan Club Mittelweser e.V. im ADAC auf großer Tour in Italien

  Unter dem Thema „Norditalien zwischen Verona und Ravenna“ stand die Campingtour zum 40 jährigen Jubiläum des Caravan Clubs Mittelweser e.V. im ADAC in diesem Jahr. Vom Campingplatz Miramare in Chioggia aus wollten wie die italienische Kultur und Lebensweise kennenlernen. Nachdem die 10 teilnehmenden Einheiten aus Lehrte, Hannover, Hänigsen, Ilten und Oldenburg, eingetroffen waren und alles für den Aufenthalt vorbereitet war, trafen wir uns, um ein gemeinsames Abendessen einzunehmen. Bei Temperaturen um die 25 Grad konnte man es prima im Freien aushalten. Unsere Reiseführerin war auch schon eingetroffen und erläuterte den Ablauf der Woche. Mit Gesprächen über das, woher und wohin, verging der Abend wie im Fluge.
Am nächsten Morgen wartete der Bus um uns in den Süden zu bringen, in die faszinierende Landschaft des Podeltas. Bei Comacchio erfuhren wir bei einem Bootsausflug mehr über das Leben in den ehemals ungeheuren Wasserflächen. Hier konnten wir uns an den zahllosen Vogelarten und den über 13.000 Flamingos, die seit der Schließung der Salinen in den 80er Jahren dort ganzjährig leben, erfreuen. Auch gab es Einblicke in das Leben der Aalfischer die einst dieses Gebiet prägten. Nach einer großzügigen Mittagspause in Comacchio ging es weiter zur sehenswerten romanischen Klosterkirche von Pomposa. Den Abschluss des Tages bildete der Besuch des Jagdschlosses der Familie D’Este in Mesola. Zurück in Chioggia wurde der Rest des Tages zum Baden im Meer genutzt.
Einer der Höhepunkte der Tour stand am Sonnabend an. Verona mit einen Opernbesuch in der berühmten Arena. Das Verona mehr zu bieten hat, als nur der Balkon von Romeo und Julia, zeigte der Stadtrundgang. Schöne Kirchen, hübsche Plätze und nette Lokale, halfen die Zeit bis zum Beginn der Vorstellung zu überbrücken. Um 20:45 war es dann so weit. Vorhang auf für „Carmen“, ein sowohl optisches als auch akustisches Erlebnis in der vollbesetzten Arena. Wir hatten die Stufenplätze gewählt. Hier oben ist die Atmosphäre viel lockerer, Bambini neben Erwachsenen, Touristen neben Einheimischen. Aber es macht auch Spaß sich die Haute Volee unten im Parkett anzuschauen. Es war ein großes Erlebnis und um 3.00 waren wir müde und glücklich wieder in Chioggia angekommen. Gut das der nächste Tag frei war.
Am Montag ging es dann mit dem Schiff nach Venedig. Nach 1.5 Stunden Überfahrt stiegen wir am Markusplatz aus und begannen unter sachkundiger Führung den Rundgang durch das „touristische“ Venedig. Arsenal, das Gelände der Biennale, Markusplatz, Dom und Rialtobrücke waren sehenswerte Punkte auf unserem Rundweg. In den nicht so überlaufenden Nebengassen war auch Zeit für eine Erholungspause bei Spritz und typischen Köstlichkeiten der Gegend. Am Nachmittag ging es dann wieder zurück mit dem Boot nach Chioggia und alle freuten sich auf das abendliche Bad im Meer.
Am folgenden Tag stand noch einmal Venedig auf dem Programm, wir lernten das Venedig kennen, in dem die Venezianer abseits der Touristen leben und arbeiten. Es ging in die ruhigeren Stadtviertel des Cannaregio- und Dorsoduro, wo noch Alltagsleben herrscht.
Am Donnerstag war wieder frühes Aufstehen angesagt, der Bus holte uns um 9.00 Uhr ab. Die Fahrt ging nach Vicenza, die Heimatstadt des berühmten Architekten Palladio, sie lud zu einem Besuch im Zeichen seiner zahlreichen Werke ein. Zusehen war das gewaltige Rathaus, aber auch das faszinierende Teatro olimpico sowie seine bedeutendste Villa, die „Rotonda“. Nach den vielen kulturellen Eindrücken ging es dann am Nachmittag weiter ins Hügelland Venetien, dem Prosecco Gebiet. Hier besichtigten wir das Weingut „La Tordera“ und nahmen an einer Prosecco Verkostung teil.
Der Freitag stand wieder ganz im Zeichen von Kultur. Der Ausflug nach Padua beginnt am berühmten Brentakanal, an dessen Ufern einige der bedeutendsten Villen des Veneto stehen (Villa Malcontenta). Auch Goethe war schon von der Umgebung Paduas entzückt, es gab auch für uns viele Gründe Padua zu besuchen. Sei es die berühmte Scrovegni – Kapelle oder die Basilika des heiligen Antonius, der verlorene Objekte auffindet. Auch das schöne Altstadtzentrum mit seinem gewaltigen Rathaus, netten Plätzchen zum Ausruhen und der alten Universität war einen Ausflug wert.
Der letzte Ausflug der Tour führte nach Ravenna, um die einzigartigen Mosaiken aus dem 5. und 6. Jh. zusehen und selbstverständlich auch am Grabmal Theoderichs halten. San Vitale, das Mausoleum der Galla Placidia und Sant’Appollinare in Classe stehen auf dem Programm. Ravenna ist aber darüber hinaus eine charmante und lebhafte Stadt, die zum Bummeln, Cappuccinotrinken und Eis essen einlädt. Damit war das Kulturprogramm für diese Campingfreizeit abgearbeitet. Jetzt war bis zum Ende der Tour am Mittwoch nur noch Freizeit angesagt, die von allen bei besten Wetterbedingungen genossen wurden. Die Tour klang mit einem gemeinsamen Abendessen am Dienstag aus und die Teilnehmer traten die Heimreise auf unterschiedlichen Wegen an.

Weitergehende Informatione unter www.cc-mittelweser.de

Bilder D. Heidrich, R.Griessbach
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1 Kommentar
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 19.09.2016 | 13:56  
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