Mitglieder des Bundesverbandes Rettungshunde auf den Philippien

"Jolanda" - ein Lichtblick inmitten der Zerstörung. (Hier in den Armen der BRH - Helferin Inge Wortmann)
 
Palo - Philippinen, ein Meer der Verwüstung

Humanitäre Soforthilfe der I.S.A.R. Germany und des BRH Bundesverbandes
Rettungshunde


Medizinisches Team von I.S.A.R. Germany in Palo im Einsatz / Behandlungsplatz aufgebaut / Andrang von Verletzten / „Jolanda" erblickt im Feldlazarett das Licht der Welt

Palo, Phillipinen (15.11.2013) Das medizinische Team der Humanitären Soforthilfe von I.S.A.R. Germany und des BRH Bundesverbandes Rettungshunde hat in der philippinischen Stadt Palo seine Arbeit aufgenommen. Direkt neben der Palo Cathedral wurde in der Nacht ein Behandlungsplatz aufgebaut. „Die Lage in der Stadt Palo ist bisher ruhig", berichtet Einsatzleiter Michael Lesmeister.
„Dennoch wird der Behandlungsplatz vom philippinischen Militär gesichert". Die Stadt Palo liegt auf der Insel Leyte, rund zehn Kilometer von Tacloban entfernt.
Die Stadt hat rund 63.000 Einwohner.

Noch während des Aufbaus des Feldlazaretts erblickte „Jolanda" das Licht der Welt. Das Mädchen und die Mutter sind wohlauf. I.S.A.R. Krankenschwester Ingeborg Wortmann unterstützte die Mutter bei der Geburt. "In all der Zerstörung und inmitten des vielen Leids, sei die Geburt ein wirklicher Lichtblick gewesen", so Wortmann.

Inzwischen kommen ununterbrochen Patienten zum Behandlungsplatz der deutschen Notfallmediziner und Katastrophenspezialisten: Eine Erste-Hilfe-Station schickt die schwereren Fälle zu dem Team aus Deutschland. Der medizinische Leiter Thomas Laackmann berichtet: "Wir haben es hier mit ähnlichen Verletzungen wie nach dem schweren Erdbeben 2010 in Haiti zu tun. Hauptsächlich sind Schädel-Hirn-Traumata, Superinfektionen von Wunden und Knochenbrüche zu behandeln."

Einsatzleiter Michael Lesmeister zeigte sich erleichtert, dass I.S.A.R. Germany jetzt die Arbeit im Katastrophengebiet aufnehmen konnte. "Es war noch nie so schwer, in ein Einsatzgebiet zu gelangen", so der 46-Jährige, der schon nach zahlreichen Naturkatastrophen weltweit im Einsatz war. Die philippinischen Behörden hätten das Team zwar intensiv unterstützt. Allerdings seien die Flugkapazitäten aufgrund der Dimension der Katastrophe vollkommen ausgelastet gewesen. Hinzu kam, dass zwischenzeitlich ein weiterer Sturm über die Inseln gezogen war.

Das deutsche Team hat in Palo 24 Ärzte, Sanitäter und Helfer im Einsatz. Sie behandeln die Patienten in Zelten. Die gesamte medizinische Ausrüstung wurde aus Deutschland mitgebracht. Dazu zählen auch zwei Tonnen Medikamente. Dabei handelt es sich um ein so genanntes „Medical Health Kit" und ein „Trauma Kit". Mit dem „Medical Health Kit" können 30.000 Menschen einen Monat lang medizinisch versorgt werden. Es beinhaltet Schmerzmittel, Antibiotika, Verbandsmaterial, Infusi¬onslösungen und Wasserentkeimungstabletten. Das Trauma Kit wurde speziell für I.S.A.R. Germany zusammengestellt. In Paketen sind u.a. chirurgische Instrumente, Wundauflagen, Wunddesinfektionsmittel, Narkose- und Schmerzmittel enthalten.

Humanitäre Soforthilfe



Die Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany wurde im Jahr 2003 gegründet. Sie ist ein Zusammenschluss von Rettungsspezialisten aus verschiedenen Feuerwehren, Hilfsorganisationen und des BRH Bundesverbandes Rettungshunde. Ein Schwerpunkt der Arbeit ist die medizinische Versorgung von Menschen in Katastrophen- und Krisengebieten. Dafür stehen der Organisation Notfallmediziner, Rettungsassistenten und ein Managementteam zur Verfügung. In Deutschland wird ein Lagezentrum für internationale Einsätze und Großschadenslagen betrieben.

Die Mitglieder der Hilfsorganisation arbeiten ehrenamtlich und waren bislang
u.a. nach den schweren Erdbeben in Pakistan (2005), Peru (2007), Indonesien
(2009) und Haiti (2010) im Einsatz. Im Jahr 2011 leisteten Teams der Organisation Hilfe in einem tunesischen Lager für Flüchtlinge aus Libyen. In Kenia waren Helfer in den letzten Jahren mehrfach im Einsatz, um Menschen zu versorgen, die vor der Hungersnot in Somalia geflohen waren.

Der BRH Bundesverband Rettungshunde ist der größte und älteste deutsche rettungshundeführende Verband, seine Einsatzkräfte sind nach Richtlinien des Katastrophenschutzes ausgebildet und er führt seit über 30 Jahren internationale Einsätze durch.

Ihre BRH Staffel Hannover , Harz und Heide e.V.

Quelle „I.S.A.R. Germany / BRH
Bundesverband Rettungshunde“

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