Gasexplosion im Kesselhaus - Erfolgreiche Einsatzübung von THW Lehrte und DRK
Eine schwere Gasexplosion erschütterte am Mittwoch, 23.04.2008 das fast 100 Jahre alte Kesselhaus im Kali + Salz Werk Bergmannssegen-Hugo in Lehrte. Mehrere Mitarbeiter, die zum Zeitpunkt der Explosion dort tätig waren, wurden vermißt und es wurde zunächst von vielen Verletzten ausgegangen. So stellte sich den insgesamt 53 Einsatzkräften vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und dem Technischen Hilfswerk (THW) aus Lehrte die angenommene Lage der in Zusammenarbeit mit der Firma Kali + Salz durchgeführten Einsatzübung dar.
In dem durch die Explosion stark beschädigten Kesselhaus wurden insgesamt 10 Personen vermißt. Bei der Suche und Rettung der vermißten Personen, stellte sich das für ortsfremde recht unübersichtliche und extra für die Übung abgedunkelte Treppenhaus als besondere Herausforderung für die Helfer dar. Bereits die Zugänge zum Einsatzort waren für die Rettungskräfte von THW und DRK zum Teil durch schwere Holzbalken versperrt oder als unzugänglich gekennzeichnet. In diesem Zusammenhang hat sich die seit vielen Jahren gemeinsam durchgeführten Ausbildungen und Übungen von DRK und THW Lehrte wieder einmal bewährt. Denn trotz aller Widrigkeiten, die das Übungsszenario vorsah, ging die Rettung der Verletzten sehr zügig von statten. Hierbei wurde jeder THW-Suchtrupp durch einen Sanitäter vom DRK verstärkt, um den Verletzten gleich von Beginn an eine optimale Versorgung zukommen zu lassen.
Aber nicht nur bei den Einsatzkräften handelte es sich um Profis, die ihren Job sehr gut verstehen. Auch die Verletztendarsteller, die von der Lehrter THW Jugendgruppe gespielt wurden, verfügen mittlerweile über reichlich Erfahrung in dieser Rolle und machten es den Rettern bei dieser Übung nicht gerade leicht. Sie versteckten sich in baumdicken Rohren, krochen in enge Winkel, dunkle Räume und erzeugten so eine sehr realitätsnahe Einsatzlage. Über enge Treppengänge mußten die Verletztendarsteller zum Teil aus dem 4. Stock transportiert werden. Ein Verletzter mußte sogar mit Seilen auf einer Trage aus dem 4. Stock abgelassen werden, bevor sich die 21 Helfer des Rettungsdienstes aus Lehrte und Isernhagen um die weitere Betreuung und Versorgung der Verletzten kümmern konnten.
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Als die Rettungsarbeiten gerade auf Hochtouren liefen, musste die angenommene Einsatzstelle kurzfristig geräumt werden, da an einer Erdgasleitung ein Leck aufgetreten war. Natürlich war auch dies eine angenommene Einlage der Einsatzübung. Die Rettung der Verletzten konnte nach kurzer Zeit fortgesetzt und alle 10 Vermissten Personen gerettet werden.
Verschwitzt, aber glücklich über die gelungene Übung, konnten alle Beteiligten nach zwei Stunden Schwerstarbeit wieder in ihre Standorte zurückkehren. Sicher ist zum einen, dass wir auch künftig gemeinsame Übungen durchführen werden. Zum anderen, dass dadurch im Ernstfall gut trainierte Einsatzkräfte vom DRK und THW Lehrte jederzeit zur Verfügung stehen.
Besonderer Dank für die hervorragende Unterstützung bei dieser Übung geht an den Leiter der K+S Werksfeuerwehr Dirk Priegnitz, die Verletztendarsteller von DRK und THW Jugend Lehrte sowie dem bewährten Schminkteam für die Verletztendarsteller vom DRK Burgdorf.
Andreas Wagner
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit und Helferwerbung
THW OV Lehrte



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