St.-Willehad-Kirche – in LECK/Schleswig

  Leck: Willehad-Kirche |

St.-Willehad-Kirche – in LECK/Schleswig


Es ist schon sehr lange her, dass in Leck eine Kirche errichtet wurde, diesem Missionar gewidtmet – (andere sagen: geweiht) – wurde. Als Baudatum wird aktuell die Zeit um 1150 angegeben. Aus dieser Gründungszeit gibt es im Bauwerk noch einige Bauteile, wie zum Beispiel das Nordportal.
Der Kirchturm wurde erst im 19ten Jahrhundert errichtet.

Es ist schon ziemlich lange her, dass ich dort meine Konfirmation erlebte und einen knuffigen Konfirmationsspruch geschenkt bekam. (siehe hier: http://www.christel-pruessner.de/geschichten/f_tel...). Damals war die Eltern an dieser Kirche und dem dazu gehörenden Gemeindehaus Küster und Hausmeister. - Doch die Zeit dort war zu kurz für mich, als dass ich mich wirklich an diese Kirche erinnern konnte. Darum war ich doch vom Inneren des außen eher friesisch nüchtern Gebäudes überrascht und angetan.
In den letzten Jahren wurde im Inneren recht viel renoviert. Unter anderem wurde der Rahmen (Schrein) für den Altarschmuck – incl. Predella – komplett neu hergestellt. Das frische Holz lässt das gesamte Werk geradezu strahlen. - Einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen die Malereien eines Künstlers unserer Zeit, der die freien Tafeln der Emporen bemalen. Werner Juza (geb. 1924) hat sich dem Hauptthema dieser Kirche angenommen und dabei an vorhandenen wesentlich ältere Bildtafeln orientiert (Farbe, Manier). Das Hauptthema stellt die sogenannte Bergpredigt nach Matthäus dar. Der Text dieses Bibelabschnittes wurde auch auf die Sichtseiten der Deckenbalken im Kirchenschiff gemalt. - Als ganz besondere Beigabe wurde dann auch dem Künstler übertragen, das schon vor über hundert Jahren verloren gegangene Bild in der Predella neu zu interpretieren (Abendmahlsbild) und weil man schon mal dabei war und alles so gut passte (das ist meine flapsige Interpretation), wurden die Rückseiten des Flügelaltars auch noch vom selben Künstler bemalt. Dort wird im zugeklappten Zustand eine Interpretation der Passion und Auferstehung Christi sichtbar – zu lesen bei bei einem U von oben links nach unten und weiter nach oben rechts).

Das wohl älteste Ausstattungsstück der Willehad-Kirche wird in dem Taufstein gesehen, der auf die Zeit der ersten Kirche (ca.1150) datiert wird.

Und wer diese Kirche besuchen möchte, dürfte viel „Glück“ haben, denn sie ist täglich von 9 - 17 Uhr geöffnet – Nordseite (Marktplatz).

Willehad von Bremen

(aus dem Heiligen Lexikon)
Willehad wurde vermutlich einem Kloster zur Erziehung übergeben und dann an der von seinem Verwandten Alkuin geleiteten Domschule in York ausgebildet. 765 ließ er sich von einer Synode, die König Alhred von Northumbrien einberufen hatte und die die Missionierung der Friesen und Sachsen beschloss, entsenden. Als Priester kam er 772 nach Friesland und war zunächst in Dokkum tätig, wo 20 Jahre zuvor Bonifatius erschlagen worden war; auch Willehad konnte hier nur mit Glück einem Mordanschlag entkommen. 780 wurde er von Karl dem Großen zur Mission unter den Sachsen in das Gebiet zwischen Weser und Ems geschickt, wo Willehad Priester bestellte und Kirchen erbaute. - Beim Sachsenaufstand unter Herzog Widukind 782 musste er aber fliehen; seine Gefährten Folkard, Attroban, Benjamin, Emming, Gerwald und Grisold kamen ums Leben.
Willehad ging 782 nach Rom, war dann an 785 für zwei Jahre im Kloster Echternach, mit dessen Abt Beornrad und dessen Gründer Willibrord er ebenfalls verwandt war. Nach der Bekehrung Widukinds 785 nahm er seine Missionsarbeit an der Weser wieder in Angriff. In Worms 787 zum Bischof geweiht, ging er nach Bremen, das das erste Bistum auf sächsischem Boden wurde, und weihte dort 789 den Dom. Ihm wurden 18 Kirchen und Kapellen vom Norden Jütlands bis ins südliche Niedersachsen geweiht – so auch die Kirche in Leck.
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