Rückblick auf das Sommerfest der Lauinger Handballer mit MKB Veszprem und TSV Friedberg

(Foto: K. Aumiller (DZ))
 
(Foto: K. Aumiller (DZ))

(hh/mk) Beim Kurzturnier im Rahmen des Sommerfestes der Handballer des TV Lauingen am vergangenen Mittwoch (11.10.2010) kam es zum Aufeinandertreffen der Drittligisten TSV Friedberg, des amtierenden ungarischen Meisters und Pokalsiegers MKB Veszprem und dem gastgebenden Bezirksoberligisten.

Bereits ab 17 Uhr konnten sich die ersten Gäste vor der Lauinger Stadthalle bei schönem Biergartenwetter mit Grillutensilien und Getränken für das anstehende Handball-Event stärken.

Da die Mannschaft aus Veszprem bei Ihrer Anreise aus Elchingen allerdings Probleme mit dem Reisebus hatte, musste der Empfang im Rathaus der Stadt Lauingen um 17 Uhr leider abgesagt werden.

Abteilungsleiter Martin Barfuß und 1. Bürgermeister Wolfgang Schenk begrüßten vor Beginn des „Dreier-Turniers“ nicht nur etliche Lauinger Stadträte, sondern auch ca. 300 begeisterte Zuschauer. Weiterhin dankte Barfuß auch den Lauinger Sponsoren für die Unterstützung, sowie Organisator und stellvertretendem Abteilungsleiter Frank Sand für die wiederholt perfekte Organisation des Handball-Sommerfestes. Beim Einlaufen der Teams dürfte für einige Lauinger „Youngsters“ der Traum wahr geworden sein, mit den ungarischen Handballstars Hand in Hand auf das Spielfeld einzulaufen.

1. FC Heidenheim gegen den TSV Nördlingen – also Drittligist gegen Bezirksoberligist – so hätte das Eröffnungsspiel des Turniers im Fußball heißen können. Beim Handball hieß es TSV Friedberg gegen TV Lauingen. Doch welche Mannschaft hier in welcher Liga spielt war die ersten fünf Minuten noch nicht ganz klar, denn die Gastgeber drehten vor gut gefüllten Zuschauerrängen hochmotiviert auf und gingen 2:1 in Führung. Auch nach einer Viertelstunde waren die Rollen noch nicht hundertprozentig verteilt. Durch sehenswerte Tore von Martin Wiedenmann, der sich ein ums andere Mal durch die Friedberger Abwehr tankte, hielt der TV Lauingen bis zum 8:12 erstaunlich gut mit. Damit hatten die Lauinger aber wohl ihr Pulver verschossen, denn in der Folgezeit entschärfte der eingewechselte Friedberger Torwart Benjamin von Petersdorf einen Wurf nach dem anderen und so zogen die körperlich deutlich überlegenen Drittligisten Tor um Tor davon. Am Ende ging das Spiel dann deutlich mit 24:9 an Friedberg.

Im zweiten Spiel des Abends kam es dann zum Aufeinandertreffen der beiden Gästeteams. Der MKB Veszprem zeigte auch gleich, was den Unterschied zur Internationalen Spitzenklasse ausmacht: Mit schnellem Spiel und enormer Wurfgewalt gingen sie 3:0 in Führung. Doch unbeeindruckt davon kämpfte sich der TSV durch einige sehenswerte Aktionen, vor allem über die schnelle Mitte, Tor um Tor heran und konnte sogar zum 5:5 ausgleichen. Von da an bot sich den zahlreichen Zuschauern ein weitgehend offener Schlagabtausch, wobei die Ungarn dann letztlich doch durch attraktive Tore gespickt mit dem ein oder anderen Trickwurf mit 18:12 die Oberhand behielten.

Im letzten Spiel des Abends kam es zur Wiederauflage des Duells im Rahmen des 75-jährigen Jubiläums des TV Lauingen im letzten Jahr. 60:17 hieß es damals nach 60 Minuten für den ungarischen Champions-League-Teilnehmer. Angesichts dieser schier haushohen Unterlegenheit konnte das Motto für die Lauinger nur heißen: Einsatz zeigen und Spaß haben! Dass es auch diesmal nichts mit einer Überraschung oder zumindest einem kleinen Achtungserfolg werden würde war allen spätestens beim Stand von 8:0 klar. Dann war es Aaron Friedke, der durch eine gelungene Einzelaktion das erste Tor für die Hausherren erzielte. Wer nun dachte, dass der TVL eine Aufholjagd starten könnte, lag gründlich daneben. Tor um Tor zogen die Ungarn durch schnelle Tempogegenstöße oder durch Anspiele an den 1 ½ Köpfe größeren Kreisläufer davon. Ganz ohne Gegenwehr wollten die Lauinger nun aber doch nicht das Feld verlassen und zogen das Tempo noch einmal an. Vor allem Markus Hummel, der sich am Kreis ein ums andere Mal freilief, und so insgesamt sechs Tore erzielte – unter anderem mit einem frechen Rückhandwurf – war es, der die Zuschauer immer wieder begeisterte. Hinten war es dann Hubert Hitzler zu verdanken, dass der MKB Veszprem die Marke von 30 Toren nicht knackte, indem er einige freie Bälle abwehren konnte. Letztlich endete das Spiel erwartet hoch mit 29:12 für die Gäste aus Ungarn.

Auch nach dem sportlichen Event trafen sich noch viele Zuschauer mit den Spielern aller drei Teams im Vorfeld der Stadthalle zu einem gemütlichen Beisammensein und ließen einen schönen Handball-Abend in geselliger Runde ausklingen.

Bildquelle: K. Aumiller (DZ)

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Unser "Plus" kennzeichnet alle Beiträge, die durch den Abdruck bei unseren Partnerverlagen noch mehr Aufmerksamkeit bekommen.myheimat-Regionalmagazin dillinger | Erschienen am 03.09.2010
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Tanja Fackelmann aus Augsburg am 16.08.2010 um 10:00 Uhr  
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