Neues Ausbildungskonzept zur Feuerwehrgrundausbildung – vierzehn neue Truppführer verstärken die Langweider Wehr

Gruppenbild der frisch gebackenen Truppführer. (von links) Sabrina Dehm, Simon Faulhaber, Anna Utz, Martin Buchart, Magdalena Utz, Markus Steigleder, Caroline Schiestel, Markus Urbanski, Franz Lang, Maximilian Lechner, Fabian Greppmeier, Dominik Greppmeier, Timm Burggraf, Martin Thoma, Fabian Burkhart und Holger Pauli.
 
Der Lehrgangsleiter Stephan Kratzer.

14 junge Feuerwehrleute verstärken als neu ausgebildete Truppführer die Schlagkraft der Freiwilligen Feuerwehr Langweid. 50 Ausbildungsstunden waren über einen Zeitraum von drei Monaten nach dem neuen modularen Truppausbildungskonzept zu absolvieren. „Damit ist der Grundstock für Eure Arbeit bei der Feuerwehr gelegt“ fasste Lehrgangsleiter und stellvertretender Kommandant Stephan Kratzer nach der erfolgreichen Abschlussprüfung zusammen.

Die modulare Truppausbildung ersetzt die bisher bekannte Truppmann- und Truppführerausbildung. Die Verantwortlichen der bayerischen Feuerwehren haben hierbei ein zukunftsweisendes Modell für die Grundausbildung der freiwilligen Feuerwehren entwickelt. Ziel ist die Anhebung des Ausbildungsniveaus und eine deutlich stärkere Ausrichtung der Ausbildungsinhalte hin zu praktischen Aufgaben. Das Basismodul ist für alle Feuerwehrdienstleistende gleich, unabhängig von der Fahrzeug- und Geräteausstattung der jeweiligen Feuerwehr. Nach erfolgter Zwischenprüfung, frühestens mit dem 16. Lebensjahr, ist bereits eine bedarfsgerechte Teilnahme an Einsätzen möglich. Es schließt sich das Modul Ausbildungs- und Übungsdienst an, wo die Feuerwehranwärter die Abläufe ihrer Feuerwehr kennenlernen und das erworbene Wissen und Können anwenden und festigen. Je nach Ausrüstung und Einsatzerfordernis schließen sich noch Ergänzungsmodule an. Frühestens nach Vollendung des 18. Lebensjahres wird nach bestandener Abschlussprüfung die Qualifikation Truppführer erreicht.

Vier junge Damen und zehn junge Männer im Alter von 19 bis 25 Jahren, ergänzt von zwei Kollegen der benachbarten Achsheimer Feuerwehr, haben sich seit Anfang Januar dem umfangreichen Ausbildungsprogramm gestellt. Die Ausbildungsinhalte wurden deutlich an die aktuelle Entwicklung angepasst. So flossen etwa die psychische und physische Belastung der Einsatzkräfte samt der Hygiene im Einsatz sowie das Umgehen mit modernen Medien genauso mit ein, wie das Vorgehen bei Unfällen oder Bränden mit Fahrzeugen mit alternativen Antriebstechniken. Daneben wurde auch die Feuerwehrtechnik behandelt, wie Fahrzeugkunde, Löschgeräte, Rettungsgeräte, Leitern, Beleuchtungs- und Warngeräte sowie die Handhabung von Wärmebildkamera und Lüftern. Diese neue Ausbildungsordnung beinhaltet auch eine Sprechfunkerausbildung in der neuen digitalen Form, die in Kürze auch im Landkreis Augsburg eingesetzt wird. Zwei Samstage, vollgepackt mit Einsatzübungen zu den Gebieten Technische Hilfeleistung und Brandbekämpfung, rundeten das intensive Ausbildungsprogramm ab. Die Abschlussprüfung bildete dann ein theoretischer Teil und eine Einsatzübung. Ein realitätsgetreu nachgestellter Brandeinsatz, mit Personenrettung und Brandbekämpfung, war hierzu das Szenario. Hierbei wurde jeder Teilnehmer einzeln in seiner Vorgehensweise bewertet.

Lehrgangsleiter Stephan Kratzer ermunterte die Teilnehmer nach bestandener Prüfung nunmehr Verantwortung bei künftigen Einsätzen zu übernehmen. „Ihr habt nunmehr den theoretischen und praktischen Hintergrund um bei Einsätzen gezielt und optimal Hilfe leisten zu können“, betonte Kratzer. Auch Kommandant Markus Kopold bedankte sich bei den Lehrgangsteilnehmern, die neben der schulischen und beruflichen Belastung diese intensive Ausbildung auf sich nahmen. „Allen Respekt“, so der Kommandant mit Blick auf die dreimonatige Ausbildungszeit und das beachtliche Prüfungsergebnis. (art)
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