Leistungsprüfung „Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“ erfolgreich abgelegt

Schere und Spreizer im Einsatz.
 
Das HLF 20 als Basisfahrzeug.

Am Gedenktag des Schutzheiligen der Feuerwehren, dem heiligen Florian, stellten sich 15 Feuerwehrmänner und sechs Feuerwehrfrauen der Freiwilligen Feuerwehr Langweid der Leistungsprüfung „Die Gruppe im Hilfeleistungseinsatz“. Mit einer tadellosen Leistung in drei Prüfungsdurchgängen erwiesen sie ihrem Patron große Ehre. Die 200. Leistungsprüfung bei der Langweider Feuerwehr, war auch Anlass für Bürgermeister Jürgen Gilg, seiner Wehr besonders zu gratulieren. „Kompliment für diese beeindruckende Leistung“, fasste er zusammen. Für Markus Hörmann, Dominik Müller und Patrick Theis gab es das höchste Leistungsabzeichen der Stufe Gold-Rot.

Die vor einigen Jahren neu strukturierte Leistungsprüfung orientiert sich am täglichen Einsatzgeschehen der Feuerwehren, heißt es in der aktuellen Prüfungsrichtlinie. Als Ausgangslage für die Einsatzübung wird ein nächtlicher Verkehrsunfall angenommen. Ein Schrottfahrzeug mit einer Puppe als eingeklemmten Fahrer dient als Prüfungsszenario. Mit dem Absitzen aus dem Einsatzfahrzeug beginnt die Leistungsprüfung. Nach dem Einsatzbefehl ist die Verkehrsabsicherung zu erstellen, die Einsatzstellenbeleuchtung in Betrieb zu nehmen und die Sicherung gegen Brandgefahr zu gewährleisten. Der Melder betreut die verunfallte Person und das Unfallfahrzeug ist zu sichern. Zwischenzeitlich sind auch die Rettungsschere und der Spreizer in Position gegangen und sind einsatzbereit. Das wechselweise Öffnen und Schließen von Schere und Spreizer simuliert dabei den Rettungsvorgang der eingeklemmten Person. Um die 240 Sekunden Zeitvorgabe einzuhalten, ist ein äußerst konzentrierter Prüfungsablauf erforderlich. Zudem gibt es stufenabhängige Zusatzaufgaben. Bei der Stufe eins sind Einzelaufgaben aus der Gerätekunde gefordert. Ab der Stufe zwei sind Truppaufgaben zu bewältigen. Aufgaben wie die Handhabung der Motorkettensäge, der hydraulische Rettungssatz, die Flutlichtstrahler mit Stativ oder die stabile Seitenlage werden dabei ausgelost und sind umfassend vorzuführen und zu erläutern. Ab Stufe fünf steht auch noch das Erkennen von Gefahrgutkennzeichen auf dem Prüfungsprogramm. Unter den Gruppenführern Markus Hörmann, Patrick Theis und Thomas Hörmann liefen alle drei Prüfungsdurchgänge wie am Schnürchen und beinahe fehlerfrei. In den bunt gemischten Teams traten auch fünf Jungfeuerwehrler zu ihrer ersten Leistungsprüfung an. Kreisbrandmeister Wolfgang Baumeister und Schiedsrichter Stephan Kratzer attestierten den Prüflingen eine tadellose Leistung. Eine Mammutabnahme, die 200. Leistungsprüfung und ein hoher Damenanteil, diese Superlative verdeutlichte Baumeister mit Blick auf die Prüflinge. Bürgermeister Jürgen Gilg ließ es sich nicht nehmen, seiner Wehr zur Jubiläumsabnahme zu gratulieren. Der nachhaltige Ausbildungsbetrieb zeichne die Langweider Wehr aus und sei der Garant für eine stabile Mannschaftsstärke, skizzierte Gilg. Auch Langweids Kommandant Markus Kopold freute sich über den gelungenen Prüfungsverlauf und bedankte sich für den Eifer bei den intensiven Vorbereitungsübungen. Aus den Händen von Kreisbrandmeister Wolfgang Baumeister erhielten das Leistungsabzeichen der Stufe Bronze: Sandra Hasmüller, Kaan Moustafa, Franziska Machold, Matthias Blaschke und Simon Strempfl. Silber erlangten Dominik Greppmeier, Katrin Hochhuber, Anna Beck, Sabrina Dehm, Markus Steigleder und Caroline Schiestel. Gold erzielten Simon Faulhaber, Martin Schallner und Maximilian Lechner. Dominik Kratzer und Thomas Hörmann erhielten das Abzeichen der Stufe Gold-Blau. Gold-Grün gab es für Otto Pauli und Michael Hinz. Markus Hörmann, Patrick Theis und Dominik Müller errangen das höchste Abzeichen der Stufe Gold-Rot. (art.)
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