Der musikalische Spatz im Maismehl

Einen fulminanten Querschnitt seines Repertoires präsentierte der Untermeitinger Musikverein bei seinem diesjährigen Frühjahrskonzert
 
Ehrungen für die Bläserprüfung konnten entgegennehmen (v.l.n.r.): Alina Stahl, Sören Haaphoff, Lena Rieder und Werner Klem.
Untermeitingen: Imhofhalle |

Mit einem vielseitigen Konzert begeistert der Musikverein Untermeitingen beim diesjährigen Frühjahrskonzert

Sieben talentierte Jungmusiker aus der Bläserbande hatte sich der Untermeitinger Musikverein unter der Leitung von Ortwin Schnabel als Verstärkung ins Team geholt und so erlebten mehr als hundert Besucher beim diesjährigen Frühjahrskonzert in der Imhofhalle eine klangvolle Aufführung mit einer außergewöhnlich starken Mannschaft. Wegen wichtiger Termine entschuldigen ließen sich an diesem musikalischen Abend die Untermeitinger Bürgermeister. Doch Vereinsvorstand Franz Rieder trug dies mit Fassung: „So ist es halt mit den Politikern. Erst wählt man sie, dann sind sie nicht da!“, kommentierte er die Abwesenheit der Gemeindeführung.

Der musikalische Bogen spannte sich weit. Was mit dem ruhigen Eröffnungswerk „Musica Gloriosa“ begann steigerte sich über die „Mazury Rhapsodie“ hin zum Wilden Westen, bei dem das Orchester im Stück „Silver Creek Valley“ das begeisterte Publikum zunächst mit auf eine spannende Bisonjagd nahm um dann die idyllische Cowboy-Atmosphäre mit beinahe romantischen Klängen einzufangen. Flott weiter ging es mit einem Medley aus populären Disneymelodien. „Under the Sea“, „Beauty and the Beast“ oder „Friend like Me“ waren nur einige der beliebten Ohrwürmer, die jeder mitsummen konnte.

Seinen Höhepunkt vor der Pause erreichte das Konzert schließlich mit „Der Spatz im Maismehl“, so wörtlich übersetzt der Titel „Tico Tico no Fubá“, des brasilianischen Komponisten Zequinha de Abreu. Mit einem zackigen Solo zeigte hier der junge Peter Knöpfle im Soloteil sein musikalisches Talent auf dem Xylophon.

Die musikalische Reise führte mit „El Cumbanchero“ weiter nach Südamerika, ehe ein weiterer Zwischenstopp in Hollywood eingelegt wurde. Diesmal wurden Titel aus dem erfolgreichen Actionfilm „Transformers“ aufgeführt. Schlagkräftig erklang danach die „Amboss-Polka“ von Albert Parlow. Dazu hatte der Musikverein einen schweren Amboss auf die Bühne geschleppt, auf dem zwei junge Schmiede (Simon Schmitt und Sören Happhoff) kräftig mit-hämmerten. Die Stimmung steigerte sich weiter über Henry Man-cinis „Baby Elephant walk“, bei dem besonders die jungen Schlagzeugspieler des Vereins gefordert waren, über Martin Scharnagls „Von Freund zu Freund“ bis zum Marsch der „Hoch- und Deutschmeister“.

Diese virtuos dargebotenen Musikhighlights ließ das begeisterte Publikum nicht kommentarlos zu Ende gehen. Nach kräftigem Ap-plaus und lauten Zugaberufen bewies der Musikverein wieder einmal seine musikalische Vielfältigkeit und zeigte mit einem Ohrwurm der Rockgeschichte seine rockige Seite. Bei „Smoke on the Water“ von Deep Purple war das Publikum zum mitrocken aufgerufen. Beschwingt nach Hause ging es dann aber doch wieder mit einem absoluten Klassiker, der auf keinem Konzert fehlen darf, dem legendären „Radetzkymarsch“ von Johann Strauß.

Ehrungen:

Bläserprüfung D1:

Lucas von Pidoll, Elena Rath, Felix Tamm, Sören Haaphoff

Bläserprüfung D2:

Lena Rieder, Werner Klem, Alina Stahl
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