Solidarische Landwirtschaft in der Region Hannover

Möhrenernte
 
Ein vegetarischer Ernteanteil im Mai

Teil 2 Solidarische Landwirtschaft auf dem Adolphshof


Seit Mai 2013 bin ich „Mitlandwirt“ der Solidarischen Landwirtschaft auf dem Adolphshof (Lehrte-Hämelerwald), der seit 60 Jahren eine biologisch-dynamische Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung nach Demeter-Richtlinien betreibt. Ich teile mir nun also die Ernte des Hofs mit rund 130 anderen Menschen.

Ein Ernteanteil ist in etwa die Lebensmittelmenge, die ein erwachsener Mensch im Jahr isst. Auf dem Adolphshof wird dieser Anteil auf ca. 2.500 m² Fläche erzeugt. Im ersten Wirtschaftsjahr des Projektes, welches noch bis Februar 2014 läuft, gibt es in der wöchentlichen Lieferung zwei bis drei Kilo Gemüse, ein Kilo Kartoffeln, Eier, 1 Brot sowie Milchprodukte (in Form von Joghurt, Quark, Frischkäse, Weichkäse und Hartkäse) und ca. 600 g Fleisch und Wurst. Dabei richtet sich die Angebotsvielfalt und –menge insbesondere beim Gemüse nach den Jahreszeiten, den Witterungsbedingungen und sonstigen Gegebenheiten auf dem Hof.

Für einen Ernteanteil zahlt man dem Hof monatlich im Voraus einen festen Betrag, der für jedes Wirtschaftsjahr von den Mitlandwirten entsprechend der auf dem Hof anfallenden Kosten neu festgelegt wird. Es gibt auch vegetarische sowie halbe, kostengünstigere Anteile. Jeder Mitlandwirt holt sich die Ware aus sogenannten Depots, die es nicht nur auf dem Hof selber sondern in Langenhagen (Kernstadt und-Kaltenweide), Peine, Laatzen sowie in der Stadt Hannover in Linden, Bothfeld, Buchholz, nahe des Maschsees und in der Ellernstraße gibt. Die Mitlandwirte verwalten die Depots eigenständig. Dazu gehört auch, dass die gelieferten Lebensmittel im Depot von jedem selbst abgewogen und verteilt werden.

Neben diesem „Teilen der Ernte“ gibt es viele weitere Möglichkeiten, sich aktiv in die Gemeinschaft einzubringen. Der Hof organisiert Aktionstage, bei denen sich die Mitlandwirte kennenlernen, sich austauschen und auf dem Hof konkret an verschiedenen Stellen mitarbeiten können. So wurde im letzten Jahr u.a. der Auslaufbereich für die Schweine gestaltet und ein Gewächshaus für das Gemüse errichtet. Auch die Mithilfe im Garten oder bei der Ziegenherde ist gerne gesehen. Die Arbeitseinsätze sind freiwillig, fördern aber ganz enorm das Gemeinschaftsgefühl und die Verbundenheit mit dem Projekt. Außerdem hat jede einzelne so die Chance, zu sehen, wie „ihre“ Lebensmitel auf dem Hof wachsen und gedeihen.
Ein besonderes Highlight für mich ist stets der Besuch bei den freilaufenden Hühnern, die in zwei sogenannten Ei-Potts leben.

Ganz aktuell stehen die Planungen für das neue Wirtschaftsjahr 2014 an, das am 1. März beginnen wird. Ab diesem Datum können auch wieder neue Mitlandwirte einsteigen. Man legt sich mit der Teilnahme für ein Jahr bis Februar 2015 fest.
Wer also Interesse daran hat, kann bereits am 18. Januar an der Jahresversammlung teilnehmen und sogar mitentscheiden, was im neuen Jahr passieren soll. Die Jahresversammlung findet im Rudolf-Steiner-Haus in Hannover, Brehmstraße 10 statt. Beginn ist um 11 Uhr.

Eine Kontaktaufnahme ist auch jederzeit per E-Mail unter
solawi-adolphshof@posteo.de oder persönlich auf dem Hof bei Sabine Adam, Frank Limpensel-Adam und Katharina Wenzel möglich.

Weitere Informationen über die beiden Depots in Langenhagen (Kernstadt und Kaltenweide) gibt es bei Kirstin Cibuk (kcibuk@gmail.com) oder Uwe Schmida (Tel: 0511/231115)
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1 Kommentar
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Andreas aus Niedersachsen aus Laatzen | 10.01.2014 | 17:49  
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