Renaturierung der Wietze zeigt ihre Erfolge - Artenvielfalt in der Vogelwelt verdreifacht sich

Ricky Stankewitz (5. von links) vom NABU Langenhagen zeigte den interessierten Gästen die Artenvielfalt in der Vogelwelt an der renaturierten Wietze (Foto: Katja Woidtke)
Langenhagen: SPARC-Gebiet |

Der Naturschutzbund Langenhagen (NABU) hatte zu einem Spaziergang vom Wietzepark zum SPARC-Gebiet (Strategic Partnership in River Corridors) eingeladen, um einen Einblick in die Artenvielfalt der dort lebenden Vogelwelt zu geben. Der 1. Vorsitzende des NABU Langenhagen, Ricky Stankewitz, begrüßte 24 interessierte Teilnehmer, die sich auf spannende Beobachtungen in der Wietzeaue freuen konnten. Höhepunkt der vogelkundlichen Führung waren Kiebitze, die zum ersten Mal auf den Wiesen im SPARC-Gebiet brüten.

Doch bereits auf dem Weg zu dem Wietzemäander hörten und sahen die naturinteressierten Langenhagener Nachtigall, Zilp Zalp, Kormoran sowie brütende Haubentaucher auf dem Wietzesee. Am SPARC-Gebiet angekommen griffen die Teilnehmer zu Spektiv und Ferngläsern und erkundeten die Vogelwelt, die sich seit Umsetzung des EU-Projektes im Jahr 2008 dort wieder angesiedelt hat. So hat nicht nur der Eisvogel an der renaturierten Wietze sein Revier. Neben dem Wietzemäander wurden Überflutungsflächen angelegt, die u.a. zum Lebensraum von Graureiher und Weißstorch wurden. "Die Anzahl der Vogelarten hat sich im SPARC-Gebiet seit 2008 verdreifacht", erklärte Ricky Stankewitz. "Inzwischen leben hier über 120 verschiedene Arten. Bekassine und Kiebitz gehören auch dazu." Der Kiebitz, der zu den Bodenbrütern zählt und gut an der abstehenden Federholle am Hinterkopf zu erkennen ist, kam den Gästen des NABU auch prompt vor die Linse. Er gehört zu einer der Vogelarten, die von der Renaturierung der Wietze profitieren und hier wieder Fuß gefasst haben. Aber nicht nur die Natur profitiert vom SPARC-Gebiet. Auch im Hochwasserschutz leisten die Überflutungsflächen einen wichtigen Beitrag. So wird hier bei Hochwasserereignissen das Wasser zurückgehalten, wodurch schlimmere Schäden verhindert werden. Das SPARC-Gebiet ist somit ein Gewinn für Mensch und Natur.

Auch wenn an diesem Nachmittag "nur" 1/4 der dort lebenden Vogelarten entdeckt wurden, hat sich die Führung doch für die Teilnehmer gelohnt. "Wir wollen mit den vom NABU angebotenen Spaziergängen unseren Gästen eine Anleitung geben, wo zu schauen ist, um interessante Beobachtungen in der Natur machen zu können", erklärte Ricky Stankewitz abschließend. Sicher wird der ein oder andere Teilnehmer erneut das SPARC-Gebiet besuchen und sich von der dort lebenden Vogelwelt faszinieren lassen.
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6 Kommentare
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Gaby Floer aus Garbsen | 24.04.2014 | 06:49  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 24.04.2014 | 15:11  
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Gaby Floer aus Garbsen | 25.04.2014 | 05:00  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 05.05.2014 | 09:07  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 05.05.2014 | 09:12  
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Gaby Floer aus Garbsen | 06.05.2014 | 07:12  
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