NABU Langenhagen stellt sein Projekt »Lebendige Wietzeaue« vor – Einsatz für die Artenvielfalt in Langenhagen

Der NABU Langenhagen wanderte durch die Wietzeaue (Foto: Katja Woidtke)
 
Am Kleingewässer auf der Naturweide sind inzwischen verschiedene Libellenarten heimisch (Foto: Katja Woidtke)

Mit dem Projekt »Lebendige Wietzeaue« schafft der NABU Langenhagen Trittstein-Biotope im Nordosten der Stadt und setzt sich so aktiv für den Artenschutz und die Biodiversität ein. „In diesem Bereich wird die Landschaft von intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen dominiert. Von Artenvielfalt ist hier daher kaum die Rede“, erklärte der 1. Vorsitzende des NABU Langenhagen, Ricky Stankewitz. „Wir möchten einen Biotopverbund zwischen dem nordöstlichen Langenhagen und den Nachbarkommunen Isernhagen und der Wedemark entlang der Wietze schaffen und somit einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten.“ Bereits 2012 konnte mit der »Naturweide« die erste Teilfläche des Projektes eingeweiht werden. Mit finanzieller Unterstützung der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung hatte der NABU Langenhagen einen Abschnitt des Trentelgrabens renaturiert sowie ein Kleingewässer auf einer Pferdeweide angelegt. Die dafür benötigten Flächen stellte NABU-Vorstandsmitglied Carsten Engelke auf seinem Privatbesitz kostenlos zur Verfügung. 2015 konnte mit finanzieller Unterstützung durch die Region Hannover, die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung und die Deutsche Post DHL Group mit der Renaturierung einer ehemaligen Ackerfläche auch das neue Teilprojekt »Kreyen Wisch« realisiert werden.

Bei einer interessanten Führung stellte der NABU den Langenhagenern Mitte Juni das Projekt »Lebendige Wietzeaue« vor und wanderte zu den verschiedenen Teilflächen. Am Trentelgraben erläuterte Exkursionsleiter Stankewitz die Maßnahmen, die am renaturierten Grabenabschnitt durchgeführt worden waren. Der ehemals begradigte und mit naturfernem Trapezprofil versehene Graben war auf einer Länge von 60 m und einer Breite von 10 m buchtartig abgeflacht worden, wodurch die Entwicklung eines Prallhang- / Gleithang-Systems gefördert wurde. Nur ein paar Schritte weiter konnten sich die Teilnehmer an der »Naturweide« vom Erfolg des Teilprojektes überzeugen. Am Tümpel wurden neben Amphibienarten auch andere typische, an Kleingewässern vorkommende, Tier- und Pflanzenarten gefördert. Zahlreiche Libellenarten sind hier inzwischen heimisch.

Im Winter 2015/2016 wurde durch den NABU Langenhagen am Krähenwinkler Rodelberg eine ehemalige Ackerfläche renaturiert. Pünktlich zur Führung konnte Stankewitz den Teilnehmern die neue Informationstafel präsentieren, die das Projekt »Kreyen Wisch« vorstellt. Rund um die Fläche wurden standortheimische Hecken angepflanzt und auf weiten Teilen der Fläche artenreiches Grünland eingesät. Acker-Stiefmütterchen, Kornblumen und Kamille blühen hier unter anderem und locken zahlreiche Insekten an. „Letze Woche standen die Heckenrosen in voller Blüte. Das war ein prachtvoller Anblick“, freute sich Stankewitz. Die Hecken wurden nicht nur als Sicht- und Eindringlingsschutz angelegt, sondern sollen auch Kleinvögeln als Brutmöglichkeit dienen. Dass das Gelände bereits gut angenommen wird, zeigen zahlreiche Beobachtungen: Am duch den NABU angelegten Kleingewässer konnten bereits Graureiher, Wiesenschafstelze und ein Flußregenpfeifer sowie Libellenarten wie der Plattbauch gesehen werden. Während der Führung entdeckte Georg Obermayr vom NABU Langenhagen eine Goldammer, und Ricky Stankewitz konnte den Teilnehmern eine Nymphe des Grünen Heupferdes präsentieren. „Am Legestachel ist gut zu erkennen, dass es sich um ein weibliches Tier handelt“, erklärte Stankewitz den Teilnehmern der Führung. Die waren begeistert vom Engagement des NABU Langenhagen und nahmen vielfältige Eindrücke mit auf den Heimweg.

Unternehmen und Privatpersonen, die das Projekt »Lebendige Wietzeaue« unterstützen möchten, können sich bei Ricky Stankewitz telefonisch unter:
Tel. 0511 - 27 08 20 19
oder per E-Mail bei Ricky.Stankewitz@NABU-Langenhagen.de melden.


Weitere Informationen zum Teilprojekt »Naturweide« erhalten Sie hier:
http://www.myheimat.de/langenhagen/natur/serengeti...
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3 Kommentare
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Ingeborg Behne aus Barsinghausen | 29.06.2016 | 14:33  
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Katja Woidtke aus Langenhagen | 30.06.2016 | 12:27  
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Werner Szramka aus Lehrte | 01.07.2016 | 17:07  
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