NABU-Langenhagen pflegt Kleingewässer in Kananohe und spart sich mit vollem Körpereinsatz den Weg in die Muckibude
Dass man nicht unbedingt in die Muckibude gehen muss, um sich körperlich fit zu halten, zeigten jetzt die ehrenamtlichen Helfer, die gemeinsam mit dem NABU-Langenhagen beim Pflegeeinsatz an den Kleingewässern im Kananoher Forst den Spaten und die Axt schwangen. Um den Lebensraum für den bedrohten Laubfrosch und andere Amphibien zu erhalten, wurden junge Kiefern, Birken, Erlen und Gräser aus dem Uferbereich der Gewässer entfernt. So kann sich in diesem Bereich hoffentlich auch wieder der Sonnentau und der Fadenenzian entfalten, die auf diesen Lebensraum spezialisiert sind und es kommt nicht mehr zu einer Verschattung der Gewässer. Gerade der Laubfrosch, der im Frühjahr am Wasser auf Brautschau geht und dort laicht, ist auf offene Wasserflächen angewiesen, die von der Sonne beschienen werden können. Angst bei der Entkusselungsaktion einem Laubfrosch mit der Axt zu nahe zu kommen, mussten die Naturschützer aber nicht haben. Nach dem Laichen ziehen sich die kleinen, grünen Hüpfer in den nahen Wald auf die Bäume zurück.
Der Spaß kam bei dieser Aktion nicht zu kurz und eine junge Helferin matschte munter durch den lehmigen Boden. Ob der Dreck bei der nächsten Wäsche wohl wirklich rausgeht? Ruckzuck bekam auch ein tatkräftiger Helfer einen Spitznamen verpasst: "Da kommt unser Sensenmann!" hieß es bald nur noch lachend, da er besonders fit im Umgang mit der Sense war und das hohe Gras schwuppdiwupp abmähte. Nach einem Vormittag Gewässerpflege gab es für die kleinen und großen Helfer leckere Kartoffel- oder Kürbissuppe und belegte Brötchen zur Stärkung. Bei dem Tatendrang, den alle an den Tag legten, hatten sich die Naturschützer das Essen auch redlich verdient. Dennoch liegt noch viel schweißtreibende Arbeit vor dem NABU-Langenhagen, wenn die Ufer weiter frei gehalten werden sollen.



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